Mittwoch, 18. November 2015

"Das sind böse Menschen": Terror durch die Augen eines Kindes

Es ist ein kurzes Video, nur etwas länger als eine Minute. Aber es berührt Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Warum? Weil es ermöglicht, die schrecklichen Geschehnisse der vergangenen Tage in Paris, die Angst und den Terror aus der unschuldigsten Perspektive zu betrachten, die es gibt: jener eines Kindes.

Ein kleiner Junge sitzt auf dem Schoß seines Vaters in Paris, eingehüllt in eine warme Jacke. Seit den Anschlägen ist ein Tag vergangen, es ist Samstag. 

French father and son have the most precious conversation in i...

A father and son have the most precious conversation during an interview by french media at the scene of the Bataclan attacks. I saw that it hadnt been subtitled in english yet, so I made a quick edit to show the rest of the world how freakin awesome some of our citizens are. Theyre my heros. I feel better too now! #paris #bataclan #parisattacksImages and interview are a courtesy of Le Petit Journal . Thank you so much to the LPJ team for this interview and a very touching segment yesterday! Also, thank you for letting this video be accessed by all and not putting it down. Thank you to Angel Le (father) and Brandon (son) for brightening up our day. Original Segment: http://bit.ly/1Lix9L2Original Video (without subtitles): https://www.facebook.com/PetitJournalYannBarthes/videos/1013093998733798/

Posted by Jerome Isaac Rousseau on Monday, 16 November 2015

 

 "Das sind sehr, sehr, sehr böse Menschen", erklärt der Junge dem Reporter der Sendung “Le Petit Journal” von Canal+ auf die Frage, warum die Anschläge passiert sind. "Und man muss sehr gut aufpassen, denn sonst muss man umziehen", befürchtet der Junge. 

Hier schaltet sich der Vater ein: "Nein, wir ziehen nicht um. Frankreich ist unser Zuhause." Aber was man denn machen solle, fragt der Bub. Immerhin gebe es hier böse Menschen. "Die gibt es überall."

"Aber diese haben Waffen und sie werden uns erschießen. Weil sie sehr böse Menschen sind, Papa."

"Die Blumen und Kerzen beschützen uns?" - "Genau."

"Sie haben Waffen", antwortet der Vater, "aber wir haben Blumen." Daraufhin erklärt der Junge, Blumen könnten gegen Waffen nichts ausrichten. Aber auch hier weiß der Vater eine Antwort: Die Blumen, die die Menschen hinlegen, seien ein Schutz gegen den Terror. Und die Kerzen würden an all jene Menschen erinnern, die am Freitag von uns gegangen sind.

"Die Blumen und Kerzen beschützen uns?", fragt der Junge. "Genau." Der Junge lächelt. Ob er sich nun besser fühle, fragt der Reporter. "Ja, ich fühle mich besser."

stol/liz

stol