Samstag, 16. April 2022

Das sind die Lieblingsziele der Südtiroler zu Ostern

Endlich wieder zu Ostern verreisen: Viele Südtiroler zieht es in Kulturstädte wie Rom oder Neapel, aber auch weiter in die Ferne wie nach Spanien und Griechenland, ans Rote Meer, auf die Malediven, nach Dubai, in den Oman oder auf die Seychellen.

Kultur oder einfach nur relaxen: Das Reisefieber ist wieder da.

Der Krieg in der Ukraine bremst die Reisefreudigkeit allerdings etwas ein und schlägt sich auch auf das Buchungsverhalten nieder: Die baltischen Städte werden weniger gebucht, manche Südtiroler machen hingegen beim gebuchten Urlaub in die Türkei einen Rückzieher und stornieren.

Trotzdem: „Die Reiselust ist sehr groß“, berichtet Martin Pichler, Präsident der Reisebüros im hds. „Es wird wieder gefahren und geflogen. Nach 2 Jahren ist es das erste Ostern, an dem man wieder verreisen kann.“ Befürchtungen, wonach die Flüge sich stark verteuern würden, hätten sich nicht bewahrheitet.

„Früher gab es 25 Flüge am Tag, zurzeit sind es etwa 10 Flüge“

Wer im letzten Augenblick buche, müsse allerdings mit höheren Preisen rechnen, sagt Pichler. „Das hat allerdings nichts mit dem Sprit zu tun, sondern nur damit, dass wenige Plätze verfügbar sind.“ Manche Südtiroler sind wegen des Krieges in der Ukraine zurückhaltend. Viele andere lassen sich deshalb aber nicht abhalten, endlich wieder in ein Flugzeug zu steigen.

Das internationale Flugaufkommen ist Corona-bedingt allerdings noch immer reduziert im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit. „Das sieht man beispielsweise auch bei den Linien München-Frankfurt“, weiß Pichler. „Früher gab es 25 Flüge am Tag, zurzeit sind es etwa 10 Flüge. Langsam setzen die Fluglinien wieder mehr Flugzeuge ein.“ Sehr gut angenommen werden die Flüge ab Bozen, berichtet Pichler.

Dass vieles teurer geworden ist, bremst die Buchungsfreude bisher nicht stark ein

Laut dem Geschäftsführer von Alpina Tourdolomit, Josef Gatterer, sind bei den Südtirolern über Ostern vor allem die Kulturstädte beliebte Reiseziele, weiters Süditalien und Spanien. „Die Nachfrage nach Kulturreisen nach Rom und Neapel ist extrem groß“, sagt Gatterer. Wer relaxen wolle, der fliege auch weit in die Ferne – auf andere Kontinente.

Aufbruchstimmung in den Urlaub herrsche jetzt bei vielen, die die Wintersaison über im Tourismus durchgearbeitet hätten, etwa im Pustertal und Gröden – Urlaubswillige, die nach einer anstrengenden Saison Erholung suchen, berichtet Gatterer. Solche Leute ziehe es beispielsweise auf die Kanarischen Inseln, nach Mexiko, auf die Seychellen, die Malediven oder ans Rote Meer. Dass vieles teurer geworden ist wie Spritpreise, Lebensmittelpreise oder Strom, bremse die Buchungsfreude bisher nicht stark ein.

„Die Corona-Vorschriften sind inzwischen einfacher zu handhaben“, berichtet der Geschäftsführer von Alpina Tourdolomit. „Die Bürger haben sich daran gewöhnt, dass man sich informieren muss und dass es unterschiedliche Regeln gibt. Das Ganze ist viel weniger schwierig als vor einem Jahr und tut der Reisefreudigkeit keinen Abbruch“, meint Gatterer.


hof

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