„Dann hatte ich einen Zusammenbruch“, erzählte die 36-jährige, sechsfache Mutter am Freitag bei der Berlinale. „Denn da habe ich das Gewicht meiner Verantwortung gespürt, die ich den Opfern des Krieges und den am Film beteiligten Menschen gegenüber habe.“Sie habe sich gefragt „Werde ich ihnen allen gerecht?“. „Das war eine dieser seltsamen Dinge, wo du weinend unter der Dusche stehst, dein Partner reinkommt und du sagst: ‚Du kannst mir nicht helfen! Mir geht's gut!‘.“Nichtsdestotrotz habe sie die Arbeit an dem Film genossen, erzählte die Partnerin von Schauspieler Brad Pitt sichtlich gut gelaunt und entspannt. „Das war eine tolle Zeit in meinem Leben“, beschrieb sie die Dreharbeiten. „Ich hatte eigentlich nie vor, Regie zu führen oder ein Drehbuch zu schreiben.“ Aber dann habe sie es geliebt – aus mehreren Gründen. „Mein ganzes Leben lang habe ich die Worte anderer Menschen benutzt, deswegen war es toll, nun mit meinen eigenen Worten zu arbeiten.“ Außerdem stand sie mal nicht im Mittelpunkt. „Ich war sehr froh, die Kamera auf alle anderen Leute zu halten“, sagte die Debüt-Regisseurin lachend.„In the Land of Blood and Honey“ sollte am Samstagabend seine Premiere bei den 62. Internationalen Filmfestspielen Berlin feiern.