<BR /><b>Was ist das Besondere am Graukäse?</b><BR />Tina Marcelli: Für mich ist der „Graukas“ Heimat. Meine Oma hatte in einem Marmeladeglas auf dem Ofen immer den „Kneta“, also den alten Graukäse geschmolzen. Das sind schöne Erinnerungen an meine Kindheit für mich, ich bin mit dem Graukäse aufgewachsen.<BR /><BR /><b>Geschmack und Geruch des Graukäses sind aber eher eigen...</b><BR />Marcelli: Für mich ist der Geschmack einzigartig. Man kann den Graukäse überall einsetzen – für den klassischen Pressknödel ebenso wie für Cannelloni oder auch für Pralinen. Man kann den Graukäse also sowohl für salzige als auch für süße Speisen verwenden. Den speckigeren Graukäse zum Beispiel verkoche ich, den topfigeren und trockeneren nehme ich für die kalten Gerichte. Was viele nicht wissen: Graukäse ist reich an Proteinen und hat nur 0,01 Prozent Fett. Für Sportler wäre das also der perfekte Käse.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1074534_image" /></div> <BR /><b>Sie kochen im Hotel Feuerstein in Pflersch für Hotelgäste aus aller Herren Länder. Wie oft kommt Graukäse da auf die Speisekarte?</b><BR />Marcelli: Sicher 3 Mal in der Woche. Das ist meine Heimatküche, die ich in den Gästen näher bringe und erkläre. Meistens stehe ich dann vorne bei den Gästen in der Show-Küche und erkläre ihnen, was ich wie koche. Dann erzähle ich ihnen, dass die Bäuerin im Ahrntal 6 Kühe hat und von ihrer Milch der Graukäse gemacht wird. Dann verstehen sie das und wollen das auch probieren. Und von 180 Gästen essen dann sicher 160 meine Graukäsegerichte. <BR /><BR /><b>Was geht am besten?</b><BR />Der Renner ist bei uns im Hotel der Pressknödel auf Krautsalat. Die Pressknödel sind natürlich mit Graukäse gemacht, dann kommen noch gebackene Zwiebelringe auf die Knödel drauf und ganz oben noch einmal ein bisschen Graukäse. Die allermeisten lieben das, aber sie essen auch Blutnudeln mit Graukäse.