Was es mit dem „Ohnig“ aus dem Vinschgau auf sich hat. <BR /><BR /><BR /><BR />Nein, es ist keine Schnapsidee, die Claudia Gluderer aus Taufers im Münstertal da hatte, sondern vielmehr eine findige Lösung für Veganer, die Inhaltsstoffe und Geschmack des Honigs schätzen und vermissen. Eine Bekannte Gluderers, die sich dieser Ernährungsweise verschrieben hatte, erzählte der 31-Jährigen nämlich einmal „dass sie es schade findet, keinen Honig essen zu dürfen, obwohl er ihr so gut schmeckt“, sagt die Kräuterbäuerin. <BR /><BR />Daraufhin ließ sie ihre Bekannte von der – damals noch – „Hustenmedizin für die Kinder“, die bereits Claudias Mutter und Oma hergestellt hatten, probieren und bekam eine sehr positive Rückmeldung.<BR /><BR /><b>Zuerst verschiedene Kräutermischungen getestet</b><BR /><BR />Also machte sich Claudia Gluderer vor etwa eineinhalb Jahren daran, verschiedenste Mischungen des Aufstrichs – der aus Kräuterauszügen, Wasser, Blüten und Zucker besteht – zu testen, verkosten und schließlich in die große Palette ihrer sonstigen Produkte aufzunehmen.<BR /><BR />Claudia Gluderer und ihr Mann Michael <?Uni Spationierung="-2ru"> produzieren nämlich für ihre „Biomanufaktur Gluderer“ im Münstertal hauptsächlich Fruchtaufstriche und Sirupe – und sind in der Produktion von Bioprodukten Profis. Die Eltern und Geschwister von Michael sind hingegen mit dem „Kräuterschlössl“ in Goldrain weithin als Anbieter zahlreicher Bioprodukte bekannt<?_Uni> .<BR /><BR />Für das neue Produkt brauchte es allerdings noch einen griffigen Namen, es war ja praktisch eine Art Honig ohne Honig.<BR /><BR /><b>Namens-Konzept mithilfe junger „Marketing-Profis“</b><BR /><BR />Wie es der Zufall wollte, „klaubten“ die Zwillinge der Familie Gluderer – Sarah und Samuel (damals sechs Jahre alt) – im Herbst 2020 als Erstklässler gerne mit den neu erlernten Buchstaben herum. Und kamen dabei – gemeinsam mit ihrer Mama Claudia – auf die simple und doch gleichzeitig geniale Idee: nämlich den doppeldeutigen Buchstabendreher von „Honig“ zu „Ohnig“.<BR /><BR />Mittlerweile hat die Familie auch alle namensrechtlichen Aspekte abgeklärt und „Ohnig“ für den europäischen Markt schützen lassen. Erstmals in größerem Rahmen präsentiert wurde der Aufstrich in mittlerweile sechs verschiedenen Mischungen (u.a. Löwenzahn, Brennnessel und Fichtenspitzen) bei der Messe Biolife in Bozen. „Den Leuten dort hat er jedenfalls sehr gut geschmeckt“, berichtet Claudia Gluderer von den ersten Rückmeldungen. <BR /><BR />„Ohnig“ wird nun in mehreren lokalen Geschäften, im Online-Shop und in zwei heimischen Hotels angeboten – nicht zuletzt auch, weil das Produkt für vegane Hotelgäste als interessante Alternative wahrgenommen wird. Und bekommt erst die immer größer werdende Veganer-Bewegung in Deutschland davon Wind, könnte es durchaus bald zu einem Sturm auf den Online-Shop kommen.