Montag, 21. September 2015

Der rostrote "Blutmond" kommt über Europa

In der Nacht vom 27. auf den 28. September wird eine totale Mondfinsternis erwartet. Der Mond über Europa wird dabei in den Morgenstunden als rostroter "Blutmond" zu sehen sein. Dabei ist er auch noch um 14 Prozent größer als sonst. STOL weiß warum.

Als rostroter "Blutmond" wird der Mond in der Nacht vom 27. auf 28. September zu sehen sein.
Als rostroter "Blutmond" wird der Mond in der Nacht vom 27. auf 28. September zu sehen sein. - Foto: © LPA

Nach der partiellen Sonnenfinsternis am 20. März wird es über Europa in den frühen Morgenstunden des 28. September eine totale Mondfinsternis zu sehen geben.

Warum ein Blutmond?

Da es sich dabei um die erste Mondfinsternis über Mitteleuropa seit siebeneinhalb Jahren handelt, wird es verschmerzbar sein, wenn der Mond erst um circa 4.10 Uhr morgens, also zu nachtschlafener Zeit, in den Kernschatten der Erde tritt und damit die Totalität beginnt.

Bis um etwa 5.20 Uhr wird der Mond dabei rost-rötlich leuchten, weswegen manchmal auch von einem "Blutmond" die Rede ist.

Der Mond, so nah wie selten

Zusätzlich handelt es sich dabei auch um einen "Supermond". Am 28. September befindet sich der Mond an seinem erdnächsten Punkt, sodass er am Himmel um rund 14 Prozent größer erscheinen wird, als an seinem erdfernsten.

Da ein ungeübter Beobachter diesen Unterschied jedoch nicht feststellen kann, steckt hinter dem Begriff des "Supermondes" eher etwas Unspektakuläres. 

Veranstaltungen zu dem Event

Sondervorführungen veranstalten, welche dieser und anderer, historischer Mondfinsternisse gewidmet sind. Um 13.30 Uhr und 16 Uhr in deutscher Sprache und um 14.30 Uhr und 17 Uhr in italienischer Sprache. Für diese Vorführungen, welche auch bei schlechtem Wetter stattfinden, ist eine Reservierung erforderlich.

Darüberhinaus werden die zwei Astronomen des Planetariums die gesamte Nacht vom 27. September auf den 28. September mit ihren Teleskopen in der Nähe der Sternwarte "Max Valier" in Obergummer verbringen und dort zelten.

Interessierte sind eingeladen mit eigener Ausrüstung (Zelt, Schlafsack, warmer Kleidung, Teleskop usw.) und auf eigene Gefahr diesem Naturschauspiel unter fachlicher Begleitung beizuwohnen. Für diese kostenlose Veranstaltung ist jedoch eine Anmeldung im Planetarium Südtirol erforderlich. Minderjährige dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Begleitperson an dieser Veranstaltung teilnehmen.

Auch die Sternwarte "Max Valier" - unter Leitung der Amateurastronomen - wird am 28. September voraussichtlich von 3 bis 6 Uhr morgens für Interessierte geöffnet sein. Hierfür ist keine Anmeldung erforderlich. Der Besuch der Sternwarte ist kostenlos.

stol/lpa/ker

stol