Mittwoch, 01. September 2021

Der rote Faden in der grünen Agenda

Als Frontfrau der Grünen setzt sich Brigitte Foppa (52) seit vielen Jahren für Frauenanliegen genauso konsequent ein wie für soziale und ökologische Themen. Zu ihren Kraftquellen gehört neben ihrer Familie eine unkonventionelle Wohnung mitsamt verwildertem Garten.

Frontkämpferin für Frauenanliegen: Brigitte Foppa
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Frontkämpferin für Frauenanliegen: Brigitte Foppa - Foto: © DLife / Matteo Groppo
Eigentlich hat es die Politikerin Brigitte Foppa alles andere als leicht: Als Landtagsabgeordnete der Grünen ist der Gestaltungsspielraum ziemlich eingeschränkt, Beschlussanträge werden in der Regel von der Mehrheit niedergestimmt, in der öffentlichen Wahrnehmung wurde sie abseits ihrer Partei-Sympathisanten zur Reizfigur.

Opposition ist ein überaus hartes Geschäft, vielfach bleibt das Anprangern in den Ohren der Leute hängen, während die inhaltlichen Zwischentöne schnell verhallen. Dabei sind gerade das Aufzeigen von Missständen und Äußern alternativer Konzepte unverzichtbare Säulen der demokratischen Grundordnung. Foppa hat dieses harte Geschäft nun seit langer Zeit beharrlich verfolgt. Immerhin sitzt sie seit 2013 im Landtag und war viele Jahre Co-Landesvorsitzende der Grünen.

Zugleich ist sie aber um eine gesunde Lebenseinstellung bemüht. „Das Eck, in das man uns Grüne oft hineinstellen will und auch so manche Zuschreibungen zu meiner Person sind veraltet, wir verfolgen vielmehr pragmatische Ziele, streben auch eine Regierungsbeteiligung an“, sagt sie im Gespräch in ihrem blumenreichen Garten. Nur auf der Regierungsbank könne man auch tatsächlich etwas verändern, die „Gesellschaft weiterentwickeln“, wie sie mehrfach betont.

In der Ausgabe vom 1. September veröffentlicht die Zeitschrift „Die Südtiroler Frau“ ein Porträt von Brigitte Foppa.

Weitere Themen im Heft


Ein Gespräch mit Marina Rubatscher Crazzolara über das weibliche Unternehmertum in Südtirol; ein Rundgang durch den Friedhof der Alten Pfarrkirche in Bozen Gries mit Gästeführer Oswald Stimpfl; Karin Cirmbelli vom Verein SOS Bozen berichtet über die Angst der Afghanen in Südtirol um ihre Frauen, Schwestern und Mütter in der Heimat.

stol