Für ein Ziel muss man immer wieder neu aufbrechen, sagt die Luttacherin.<BR /><BR />„Ich mag den Begriff `Influencerin` nicht, obwohl ich mir schon bewusst bin, dass man heutzutage, wenn man ein <a href="https://www.instagram.com/liiisaho/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Portal in den sozialen Netzwerken</a> hat, wo man regelmäßig das was man gerne tut mit anderen teilt, wohl oder übel als solche bezeichnet wird“, sagt Lisa Hofer. <BR /><BR />Lisa ist mit ihren beiden Geschwistern in einer Familie aufgewachsen, wo Zimmer und Appartements an Touristen vermietet wurden, und werden: „Der Umstand, dass immer Leben im Haus war und dass man laufend neue Menschen kennen gelernt hat, hat uns Kindern gefallen und uns auch geprägt“.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="796205_image" /></div> <BR /><BR />So sei dann auch für sie der Weg vorgegeben gewesen, sich beruflich im Bereich Tourismus zu betätigen. Nach einem Bachelor- und einem Masterstudiengang und insgesamt 3 Jahren Berufserfahrungen beim Brunecker Stadtmarketing und der IDM, hat Lisa vor 2 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Sie übernahm das Appartementhaus ihrer Eltern, baute es nach ihren Vorstellungen um und benannte es „myLoisl“, angelehnt an den Spitzname, den sie in Kindertagen von ihrem Bruder bekommen hatte.<BR /><BR />„Mein großes Hobby waren aber immer die Berge“, erzählt Lisa: „Obwohl unsere Eltern immer hart gearbeitet haben, nahmen sie sich fast jedes Wochenende für die Kinder Zeit und sind mit uns zu den unterschiedlichsten Wanderungen und Hüttenrunden in der Umgebung aufgebrochen“. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="796208_image" /></div> <BR /><BR />Wie in jeder Familie, hat die Begeisterung, jedes Wochenende mit den Eltern zu verbringen, auch bei den Hofer-Kindern irgendwann nachgelassen. „Vor rund 5 Jahren hat es mich aber wieder voll gepackt, und jetzt bin ich sehr viel unterwegs, eigentlich immer, wenn es der Beruf erlaubt“, erklärt Lisa. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="796211_image" /></div> <h3> Im „myLoisl“ oder am Berg</h3>Aus Spaß und Freude hat sie begonnen, ihre Tourerlebnisse online zu stellen und der Spaß steht immer noch ganz oben, auch wenn es inzwischen „schon viel Aufwand ist“, gibt sie unumwunden zu. Die Art und Weise, wie sie ihre Bergerlebnisse teilt, stets mit einem Lächeln, mit Englisch in der Beschreibung, aber ihrem unverkennbaren „teldra“ Dialekt in ihren Kommentaren, trifft offensichtlich den Zeitgeist. <BR /><BR />Knapp 57.000 Menschen verfolgen inzwischen ihr Tun und so ist es auch nicht ausgeblieben, dass sich das eine oder andere Unternehmen an sie gewandt hat. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="796214_image" /></div> <BR /><BR />Dank der wertvollen Mithilfe ihrer Eltern kann sie sich ihre Zeit gut einteilen – „ich habe die besten Eltern der Welt, das weiß ich zu schätzen. Ohne sie wäre das so alles nicht möglich!“ sagt Lisa. Wie viele Gipfel sie inzwischen bestiegen, wie viele Höhenmeter zurückgelegt hat, hat sie nie zusammengerechnet. Auch sei es ihr trotz vieler Anfragen nie in den Sinn gekommen, professionell Menschen in die Berge zu führen oder ihre Touren so aufzuarbeiten, dass man sie „verkaufen“ könnte. <BR /><BR />„Wenn mich jemand fragt, gebe ich gerne Tipps aber bei meinen Fotos verzichte ich bewusst darauf, Standorte zu verlinken, weil ich es vermeiden will, dass jemand nur um des gleichen Fotos willen auf irgendwelche Gipfel startet, ohne sich vorher über sein Können, die Natur usw. Gedanken zu machen. Ich möchte wirklich nicht, dass es im Ahrntal bald so zugeht, wie in den Dolomiten“, erklärt sie. <h3> Ahrntal hat so viel zu bieten</h3>Ihre Bergtouren wählt Lisa ganz spontan. „Das Ahrntal hat so viel zu bieten“, sagt sie, „über 80 Dreitausender und einen Haufen kleinere“. Von denen würden ihr noch gar einige fehlen. <BR /><BR />„Ausreißer“, wie die Tour zum Großglockner, den sie kürzlich bestiegen hatte, sind immer wieder schön, „aber es wär' schon bärig, wenn ich irgendwann im Alter sagen könnte, dass ich zumindest die Ahrntaler Dreitausender alle geschafft habe“, sagt sie mit einem breiten Lächeln. <BR /><BR />Lisas Hausberg ist der Wolfskofel direkt ober Luttach, 2000 Meter hoch, „abschnittsweise durchaus stickl“ im Aufstieg, aber mit einem wunderbaren Ausblick. Von dort aus sieht man auch Veränderungen, die sie nachdenklich, ja bisweilen auch traurig stimmen; in der Natur etwa der Rückgang der Gletscher, aber nicht nur das. Deshalb will sie ihren Traum leben „und dazu passt es so wie es ist!“; sagt es, und blickt hinaus in die Ahrntaler Berge, wohl schon mit den Gedanken an ihre nächste Tour. <BR /><BR /><BR />