Auch im Musemscafé des Klosters Marienberg werden süße Köstlichkeiten zum Kaffee serviert. Sie kommen nicht aus einer Konditorei, sondern aus der Klosterküche. P. Philipp Kuschmann schwingt dort regelmäßig den Schneebesen. <BR /><BR /><BR /><BR />Die Museumssaison 2021 geht langsam zu Ende und damit auch der Besucherandrang im Kloster Marienberg. Viele nützen nach dem Besuch des Museums und der Klosteranlagen die Gelegenheit, zu Kaffee und Kuchen im Museumscafé einzukehren. Es wurde in der ehemaligen Säge des Klosters eingerichtet und trägt den klangvollen Namen „Invito“ (Einladung).<BR /><BR /><b>Kuchen und Strudel aus der Klosterküche</b><BR /><BR />Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass es im Museumscafé hausgemachte Kuchen und Torten aus der Klosterküche gibt. In Spitzenzeiten werden bis zu 20 Kuchen und Torten gebacken. „Übrig bleibt meist kein Krümel“, weiß Anni Bernhard, die süßen Köstlichkeiten serviert. Sie gibt an P. Philipp die Wünsche der Cafébesucher weiter, die er dann auch gerne erfüllt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="702281_image" /></div> <BR />In der Klosterküche duftet es nach frisch gebackenen Kuchen. Prior P. Philipp agiert zwischen Butter und Zucker, Eiern und Mehl, Nüssen und Schokolade und was man sonst noch alles für die süßen Gaumenfreuden braucht. Kuchenbacken ist eine Aufgabe, die seit der Eröffnung des Museumscafés zu seinen vielen als Prior des Klosters dazu gekommen ist. Unglücklich ist er darüber nicht – im Gegenteil: das Backen ist sein neues Hobby geworden, bei dem er so richtig entspannen kann. <BR /><BR /><b>Backen ist sein neues Hobby</b><BR /><BR />„Das Backen habe ich von meiner Oma gelernt und auch meiner Mutter habe ich oft über die Schulter geschaut“, erzählt der Benediktinermönch, während er Butter und Zucker in die Rührschüssel gibt. Von ihnen weiss er viele traditionelle Rezepte. Doch seine Sammlung umfasst auch ungewöhnliche Kreationen wie beispielsweise einen Apfelkuchen mit Rosmarin oder den Kuchen mit Apfel-Mandel-Creme. „Freunde wissen, dass ich gerne experimentiere und schicken mir ausgefallene Rezepte.“ Diesbezüglich ist aber auch das Internet eine unerschöpfliche Fundgrube.<BR />P. Philipp muss aber abwägen, welche besonderen Gaumenfreunden er den Besucherinnen und Besuchern des Museumscafés zu mutet. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="702284_image" /></div> <BR /> Er stöbert auch immer wieder gerne in Backbüchern, besonders in jenen des Schweizers Marcel Paa. „Da finde ich auch allerlei Tipps und Tricks“, erzählt P. Philipp und verrät auch gleich einige. „Für die Streusel auf dem Streuselkuchen forme ich den Teig zuerst zu einem Block, lasse ihn kurz anfrieren und reibe ihn dann über den Kuchen. So werden die Streusel gleichmäßig.“ Mit Backpulver geht er eher sparsam um. Höchstens ein halbes Päckchen kommt in die Masse, „denn viele vertragen das Backpulver nicht.“<BR />Am liebsten macht P. Philipp Backwaren aus Germ, „typisch deutsch“, wie er lachend bekennt. Auch hier hat er eine Fülle von Rezepten parat wie beispielsweise den bekannten Zwetschgenkuchen mit Hefe.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="702287_image" /></div> <BR />Apropos Hefe: sie ist auch eine wichtige Zutat beim Brotbacken, einer weiteren Leidenschaft des Benediktinermönchs, „aber nur für die Klostergemeinschaft“, wie er ausdrücklich betont. Um 3 Uhr morgens setzt er den Teig an und lässt ihn immer wieder genügend Zeit zum Ruhen. „Das ist das Geheimnis eines guten Brotes“, betont P. Philipp. Für die Brote verwendet er grundsätzlich Vollkornmehle, zu denen er dann neben Germ bzw. Sauerteig verschiedene Samen und Gewürze hinzufügt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="702290_image" /></div> <BR />Auch hier greift er gerne auf die Rezepte von Marcel Paa zurück. Deshalb ist auch das neueste Buch des Schweizer Bäcker- und Konditormeisters über das Brotbacken schon auf dem Weg ins Kloster Marienberg.<BR /><b><BR />Ohne Unterstützung geht es nicht</b><BR /><BR />Allein den Bedarf des Museumscafés an süßen Köstlichkeiten zu decken, ist für P. Philipp nicht möglich. Er kann auf die Unterstützung von Köchin Monika Fieg und Koch Theo Wittmer zählen. „Allein Monika hat heuer mehrere 100 Apfelstrudel gebacken und Theo noch unzählige Blechkuchen.“ Im Notfall ist auch Abt Markus zur Stelle und springt als Kuchenbäcker ein.<BR />So ist immer dafür gesorgt, dass die Gäste des Museumscafés in der Vitrine eine vielfältige Auswahl von Torten, Kuchen und Strudel vorfinden.<BR /><BR />