Samstag, 03. Juli 2021

Deutscher Astronaut: „Aliens würden vielleicht weiterfliegen“

Astronaut Alexander Gerst hat einen recht kritischen Blick auf die Menschheit und ihren Umgang mit der Erde. „Tatsächlich haben meine Kollegen und ich manchmal aus der Aussichtskuppel der ISS geschaut und uns vorgestellt, was jetzt wohl Außerirdische denken würden“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (RND). „Sie würden Wesen beobachten, die sich gegenseitig bekriegen und die Natur zerstören.“

Alexander Gerst während seines Weltall-Aufenthalts im Juni 2018.
Alexander Gerst während seines Weltall-Aufenthalts im Juni 2018. - Foto: © APA/afp / MICHAEL GOTTSCHALK
„Da stellt sich schon die Frage, ob diese Aliens uns als intelligentes Leben einordnen würden. Vielleicht würden sie lieber erst mal einen Planeten weiterfliegen“, meinte Gerst. Zwischen seinen Aufenthalten auf der Internationalen Raumstation ISS 2014 und 2018 habe sich die Erde sichtbar verändert.

„Man sah deutlich, dass die Gletscher kleiner geworden sind. Genauso war es mit dem Aralsee. Rodungsflächen im Amazonas dagegen waren gewachsen, auch Wüsten.“ Aber um das zu erkennen, müsse man nicht ins All fliegen, dafür gebe es auch gute wissenschaftliche Daten.

apa/dpa