Mittwoch, 04. Oktober 2017

"Diabetischer Fuß": Um einer Amputation zuvorzukommen

Menschen, die an Diabetes leiden, können nun im Falle von Fußleiden Leistungen auch ohne Selbstkostenbeteiligung in Anspruch nehmen. Die Landesregierung hat erstmals ein Verzeichnis von podologischen Leistungen für Patienten mit Diabetes genehmigt.

Grünes Licht für podologische Leistungen hat die Landesregierung gegeben.
Grünes Licht für podologische Leistungen hat die Landesregierung gegeben.

Mehr als 21.000 Menschen leiden in Südtirol unter Diabetes. Im Laufe ihrer Krankheit entwickeln die Betroffenen oft Fußleiden, die von Sensibilitätsstörungen bis hin zu schwerwiegenden Geschwüren reichen. Werden diese Probleme nicht rechtzeitig behandelt, so können sie sich verschlimmern; oft bleibt als einzige Lösung die Amputation der betroffenen Gliedmaßen. 

Was tut ein Podologe?

Podologen erbringen therapeutische Maßnahmen zur Vorsorge und Behandlung der unterschiedlichsten Pathologien des Fußes, so auch des diabetischen Fußsyndroms. 

Ab nun können sich Menschen, die an Diabetes mellitus Typ I oder II leiden, im Falle eines „diabetischen Fußes“ rechtzeitig eine kompetente Hilfe durch ausgebildete Podologen verschreiben lassen. Ein Großteil der podologischen Leistungen wurde außerdem von der Landesregierung zu den ticketbefreiten Leistungen für Diabetiker hinzugefügt. 

Amputation abwenden

Der Direktor der Fußklinik und Vizepräsident der Sozialgenossenschaft „Zentrum für Podologie Südtirol“ Oskar Unterfrauner begrüßt die Neuerung und unterstreicht die Wichtigkeit dieser Maßnahme:  „Eine kompetente und fachgerechte Vorbeugung und Behandlung des diabetischen Fußes durch den Podologen, kann die Lebensqualität der an Diabetes leidenden Menschen deutlich verbessern. Außerdem können schlimmere Folgen, wie zum Beispiel die Amputation der Gliedmaßen, abgewendet werden.“ 

Die Südtiroler Fußklinik „Zentrum für Podologie Südtirol“ begrüßt diese Neuigkeit und bedankt sich bei der Landesregierung für diesen wichtigen Schritt.

stol

stol