Das digitale Lernen, das den „Bildungsgipfel“ in Köln dominiert, hält Einzug in die ersten Klassenzimmer.„Das Lehren und Lernen mit einem digitalen Angebot bereichert den Unterricht, ist aus didaktischer Sicht sehr sinnvoll und stärkt das selbstgesteuerte Arbeiten – ist aber noch die Ausnahme“, sagt die Professorin Kerstin Mayrberger vom Institut für Medien- und Bildungstechnologie an der Universität Augsburg.Zunehmend gefragt sind digitale Unterrichtsbücher. Der Verband Bildungsmedien zeigt das neue Projekt „Digitale Schulbücher“, bei dem Verlage 800 Titel für rund 40 Fächer bereitstellen.Die aktuell 7000 Nutzer laden sich die Bücher in ein virtuelles Regal. Über PC und Laptop können Lehrer und Schüler damit im Klassenraum oder daheim arbeiten.„Das wird sich dynamisch entwickeln“, glaubt ein Verbandssprecher. Eine Tablet- und Smartphone-Version ist in Arbeit.Innovatives Lernen: Sich vernetzen und kooperativ arbeiten„Innovatives Lernen mit digitalen Mitteln bedeutet, dass Schüler Information über das Schulbuch hinaus gewinnen, sich miteinander vernetzen", sagt Mayrberger.Und: „Dass sie auf Lernplattformen Aufgaben kooperativ bearbeiten, indem sie gemeinsam oder individuell Ergebnisse sammeln oder mit gegenseitigem Feedback eine Projektarbeit gemeinsam weiterentwickeln.“Das könne unabhängig von Zeit und Ort auch außerhalb des Unterrichts geschehen.Unterricht via LivestreamFür kleinere Kurse in der Oberstufe kann sich die Expertin sogar ein rein virtuelles Klassenzimmer vorstellen: Der Unterricht läuft via Video-Livestream, parallel dazu gibt es einen Chat für den interaktiven Austausch.dpa