Donnerstag, 17. Mai 2018

Die Hochzeit des Jahres

Die Hochzeit des Jahres steht vor der Tür: Prinz Harry und seine Braut Meghan wollen sich in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor nahe London am Samstag das Jawort geben. Fiebern Sie mit dem Brautpaar vor dem Bildschirm mit? Stimmen Sie ab!

Foto: © APA/AFP

Die Kapelle aus dem 15. Jahrhundert gilt als herausragendes Beispiel gotischer Architektur in England. Sie liegt innerhalb der Burgmauern im Unteren Hof des Schlosses. König Edward IV. baute sie 1475 für den Hosenbandorden aus. Das Chorgestühl mit mehr als 700 emaillierten Plaketten zeigt die Wappen berühmter Träger dieses höchsten britischen Ordens.

Hochzeiten und letzte Ruhestätte

Die Kirche sah schon mehrere royale Hochzeiten, darunter die einiger Kinder Queen Victorias. Prinz Charles und Camilla empfingen hier im April 2005 nach ihrer Trauung den Segen der Kirche. Auch ist hier begraben, wer in der Monarchie Rang und Namen hatte: von König Heinrich VIII. bis zu Queen Mum.

Markles Vater definitiv nicht dabei

Der Vater von Meghan Markle, Thomas Markle, wird bei der Hochzeit seiner Tochter mit Prinz Harry am Samstag nicht dabei sein. Grund dafür sei seine Gesundheit, teilte die 36 Jahre alte Braut am Donnerstag mit.

Eigentlich hätte Thomas Markle seine Tochter zum Altar führen sollen. Er hatte Berichten zufolge vor etwas mehr als einer Woche einen Herzinfarkt erlitten und musste operiert werden.

Wer führt Meghan zum Altar?

Zu der Hochzeit des Jahres werden am Samstag mehr als 100.000 Besucher in Windsor westlich von London erwartet. Britische Medien spekulierten, wer Meghan anstelle ihres Vaters zum Altar führen könnte. Die meisten tippen auf Meghans Mutter Doria Ragland (61). Mit der Sozialarbeiterin und Yogalehrerin versteht sich Meghan blendend. Ragland hatte sich am Mittwoch auf den Weg von Kalifornien nach London gemacht.

Friedliche Proteste sollen erlaubt sein

Hohe Kosten, Medienrummel und das Zelebrieren einer veralteten Staatsform: Die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle bringt einige Briten auf die Palme. Im Netz und auf Veranstaltungen machen sie ihrem Ärger Luft. Schätzungen zufolge könnte der Polizeieinsatz bei der Feier am 19. Mai rund 7 Millionen Pfund (etwa 8 Millionen Euro) kosten. Ob am 19. Mai Demonstranten nach Windsor kommen, blieb zunächst unklar.

Auch in den sozialen Netzwerken herrscht nicht überall eine positive Stimmung: Auf Facebook und Twitter gibt es monarchie-kritische Seiten.

Königshaus übernimmt Kosten für die Feier – Steuerzahler für Sicherheitsvorkehrungen

Das Königshaus übernimmt die Kosten der Feier. Für Musik, Dekoration sowie Essen und Getränke müssen die Royals rund 1,7 Millionen Pfund (1,9 Millionen Euro) berappen.

Doch den größten Posten in der Rechnung werden die Sicherheitsvorkehrungen ausmachen. Dafür werden die britischen Steuerzahler aufkommen müssen.Bei Harry und Meghan könnte es teuer werden, weil das Terrorrisiko höher sei und es teils rassistische Drohungen gegen Meghan gegeben hat. Sie hat mütterlicherseits afroamerikanische Wurzeln.

Für ihr Brautkleid und auch die Flitterwochen soll Meghan angeblich selbst bezahlen. Immerhin 137.000 für die Reise und rund 343.000 Euro für das Kleid.

stol

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