<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Ein Unfall oder etwas Unvorhergesehenes ist schnell passiert. Wer Haustiere hält, trägt Verantwortung – auch bei einem plötzlichen Ausfall. Aus diesem Grund sollte man mindestens zwei verlässliche Personen aus der Familie, dem Freundeskreis oder der Nachbarschaft einbeziehen, die im Notfall einspringen. Diese Vertrauenspersonen sollten zudem einen Haustürschlüssel bekommen und sowohl das Tier bzw. die Tiere als auch den normalen Tagesablauf und die Fütterungsroutine kennen.<BR /><BR />Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man für den Ernstfall einen Steckbrief parat haben, auf dem noch einmal alles Wichtige schriftlich festgehalten ist. <BR /><BR /><b>So eine Liste könnte folgendermaßen aussehen:</b><BR /><BR /><b>Futter:</b> Wie sind die Fütterungszeiten? Gibt es beim Füttern etwas zu beachten? Hat das Tier Allergien oder eine chronische Krankheit? Bekommt es Medikamente? <BR /><BR /><b>Medikamente:</b> Wo befinden sie sich? Welche Medikamente müssen wann und wie oft verabreicht werden? Muss etwas Bestimmtes beachtet werden (direkt ins Maul geben, in ein Stück Wurst oder Käse hüllen etc.)?<BR /><BR /><b>Verhaltensauffälligkeiten:</b> Was ist zu beachten? Hat der Hund beispielsweise Angst vor Autos oder ist er aggressiv gegenüber Artgenossen? Ist die Katze ängstlich, aggressiv oder mag sie es beispielsweise an gewissen Stellen nicht, angefasst zu werden?<BR /><BR /><b>Wichtige Telefonnummern:</b> Kontaktdaten des Tierarztes und einer Tierklinik mit Bereitschaftsdienst (Adresse und Telefonnummer) sowie des üblichen Hundesitters/der Tierpension sollten ebenfalls notiert werden. Letzteres ist wichtig, da es sein kann, dass ein Tier trotz Vertrauensperson bei einem längeren Krankenhausaufenthalt anderweitig untergebracht werden muss.<h3> Notfallkarte</h3>Bei einem Unfall kann nicht man vorab seine Vertrauensperson informieren. In diesem Fall ist es hilfreich, in der Handyhülle oder in der Geldbörse eine Karte mitzuführen – mit einem Hinweis wie „Tier allein zu Hause“ und der eigenen Telefonnummer sowie der Nummer einer Kontaktperson, falls man selbst nicht mehr in der Lage ist, zu telefonieren. Auch auf der Haustür kann so ein Hinweis hilfreich für Rettungskräfte sein. Beispielsweise kann man dort angeben, welche Tiere und wie viele in der Wohnung bzw. im Haus leben.<h3> Notfalltasche</h3>Für den Fall aller Fälle sollte man stets eine Tasche parat haben, die Futter und Wasser für ungefähr zwei Wochen enthält. Eventuell auch Näpfe und eine Decke, die das Tier bereits kennt. Braucht es Medikamente, sollten auch diese bereitgelegt werden. Zudem wichtig: eine Kopie des Impfpasses und des Heimtierausweises sowie die Chip-Nummer des Tieres.<BR /><BR />Außerdem sollten in die Tasche auch die eigenen Kontaktdaten und ein Ersatzkontakt. Eine Ersatzleine und ein Ersatzgeschirr können (falls vorhanden) ebenfalls in die Notfalltasche gepackt werden. Der Inhalt sollte regelmäßig auf Aktualität überprüft werden – Medikamente müssen gegebenenfalls ausgetauscht werden. Eine Transportbox sollte für jedes Tier im Haus bereitstehen. Hilfreich ist auch ein Erste-Hilfe-Set mit Verbandsmaterial, Desinfektionsspray, Pinzette und Co.<BR /><BR />Übrigens: Experten empfehlen so eine Notfalltasche auch für den Fall einer Evakuierung (beispielsweise bei einer Naturkatastrophe). Wer sein Zuhause übereilt verlassen muss, sollte vorbereitet sein, um seine geliebten Haustiere mitnehmen zu können. Tipp: Es ist hilfreich, die wichtigsten Unterlagenkopien (auch die eigenen) in einem wasser- und luftdichten Behälter aufzubewahren.