Mit uns spricht er übers Zocken, den gesellschaftlichen Wandel ums Videospiel und Eltern etwas mit auf den Weg.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1199628_image" /></div> <BR /><BR /><b>Herr Mautner, weshalb zieht das Gaming so viele Menschen in seinen Bann?</b><BR />Julian Mautner: Ob als Kind oder Erwachsener, der Mensch spielt gerne – das war schon immer so. Die Tradition des Spiels reicht Tausende Jahre zurück, bloß hat sie sich im Laufe der Zeit verändert. Heutzutage sind die Möglichkeiten beinahe unbegrenzt, Spiele sind vielfältiger und spannender als je zuvor – besonders in der Welt der Videospiele. Daher wundert es mich nicht, dass das Gaming mittlerweile so beliebt ist und sogar die Musik- und Filmbranche in den Schatten stellt.<BR /><BR /><b>Erinnern Sie sich an Ihren ersten Kontakt mit Videospielen?</b><BR />Mautner: Ich war bei meinem Kollegen daheim, der auf seinem PC das Spiel „Prince of Persia“ installiert hatte. Zu diesen Zeiten waren Videospiele noch recht schlicht gehalten. Gemeinsam haben wir probiert, die Aufgaben in der Spielewelt zu meistern, sind jedoch kläglich daran gescheitert. Trotzdem war es ein Riesenspaß.<BR /><b><BR />Heute sind Sie CEO eines der österreichweit erfolgreichsten Unternehmen in der Gaming-Branche – bleibt da überhaupt noch Zeit zum Zocken?</b><BR />Mautner: Während der Arbeit kaum, da teste ich nur unsere eigenen Videospiele. In meiner Freizeit zocke ich nach wie vor und probiere mich quer durch die verschiedenen Genres. Am liebsten habe ich aber Strategiespiele: langsam, gemütlich und ohne zu viel Action. So hat mich zurzeit das Videospiel „Mechabellum“ gepackt. Allerdings steht heutzutage nicht bloß der Spaßfaktor im Mittelpunkt. Ich finde es wichtig, den Überblick der Branche zu behalten und den Markt zu verstehen. Dies wiederum führt dazu, dass ich häufig alleine zocke. Am liebsten spiele ich aber nach wie vor mit meinen Kollegen. <BR /><BR /><b>Gaming wurde vor allem von den älteren Generationen lange Zeit sehr skeptisch betrachtet. Ist diese moderne Art des Spiels nun endlich in der Gesellschaft angekommen?</b><BR />Mautner: Auf jeden Fall! In den vergangenen 15 Jahren hat sich in dieser Hinsicht sehr viel getan. Was früher nur als Randerscheinung galt, ist heute aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Gaming kennt heutzutage jeder. Und jeder dritte Mensch auf der Welt ist sogar selbst ein Gamer. Hier hat das Smartphone einen erheblichen Teil dazu beigetragen.<BR /><b><BR />In der Gesellschaft angekommen, aber noch immer der Schrecken so mancher Eltern ... Was würden Sie ihnen mit auf den Weg geben?</b><BR />Mautner: Ich kann nur jedem ans Herz legen, es einmal selbst zu probieren – es ist für alle etwas dabei und nicht jedes Spiel hat mit Gewalt zu tun. Für viele Videospiele ist eine gewisse Fertigkeit gefragt, doch mittlerweile gibt es genügend Games, die für jede Altersgruppe geeignet sind. Etwa Logikspiele, bei denen man kein großes Vorwissen braucht, sondern nur ein helles Köpfchen. <BR /><BR /><b>Werfen wir einen Blick nach vorne: Wo steht die Gaming-Branche in 10 Jahren?</b><BR />Mautner: Wenn ich das wüsste, dann hätte ich wohl ausgesorgt. Aber im Ernst: Die Branche befindet sich in einem rasanten Wandel. Es werden neue Trends entstehen, neue Ideen geboren. Der Einfluss der Künstlichen Intelligenz wird größer, die Spielerlebnisse noch realistischer. Auch wir als „stillalive studios“ arbeiten hart an zig Projekten, es wird nie langweilig.<BR /><h3> „stillalive studios“</h3><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1199631_image" /></div>