<b>Von Edith Runer</b><BR /><BR />Die einen tanken die nötige Energie am Wochenende, andere gönnen sich nach einer anstrengenden Saison eine längere Pause, wieder andere machen hin und wieder Kurzurlaub, um sich zu erholen. Und dann gibt es noch die seltene Gattung der Arbeitstiere, die das alles nicht brauchen.<BR /><BR /> Zu ihr zählt Dietmar Pfeifer. 10 bis 12 Stunden an 7 Tagen in der Woche und nahezu 360 Tagen im Jahr – dieses Mammutprogramm zieht der 46-Jährige seit fast 20 Jahren durch. Sein lapidarer Kommentar dazu: „Ich lebe für meinen Job.“ Wenn es ums Organisieren und Kalkulieren, ums Zuhören und Beraten, um Menschen und um Geld geht – Dietmar Pfeifer ist praktisch immer da. Die Energietankstelle hat er sich auf „kleinen Inseln“ eingerichtet, wie er seine persönlichen Zeitfenster nennt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-69180798_listbox" /><h3> Der Tennisspieler</h3>Als Jugendlicher war Dietmar eine vielversprechende Tennishoffnung. „Das Hotel meines Onkels im Haus nebenan hatte einen Tennisplatz. Dort haben mein Bruder Christian und ich viel Zeit verbracht“, erinnert er sich. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146387_image" /></div> <BR />Irgendwann wurde Tennistrainer Paolo Gianelli – der Vater von Volleyballprofi Simone Gianelli – auf das Deutschnofner Talent aufmerksam und holte es zum TC Bozen. Mit 14 Jahren wechselte Dietmar zum TC Rungg und brachte es bis in die Serie A2. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146390_image" /></div> <BR />Allerdings: „Ich habe nicht mit Trainingsfleiß geglänzt, mich hat die Organisation von Sportevents viel mehr interessiert.“ So strich er Wettkämpfe, betätigte sich als Tennislehrer, baute die Tennisschule Rungg auf, stellte das renommierte Profitennisturnier Sparkassen Trophy auf die Beine und hatte mehrere Tennisspieler unter Vertrag – alles in seiner Freizeit. <BR /><BR />2006 kam dann der Ruf des FC Südtirol, der damals noch in der Serie C2 spielte. Zunächst für die Bereiche Sponsoring, Marketing und Controlling, ab 2009 für die Geschäftsführung. Fortan bestimmte der Fußball den Alltag von Dietmar Pfeifer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146393_image" /></div> <BR /> „Lange Zeit habe ich selbst gar keinen Sport mehr betrieben“, gibt er zu. Erst als er mit dem FC Südtirol in die attraktive Heimstätte in den Montiggler Wald zog, packte ihn wieder die Lust auf Bewegung in der Natur. „Auch mein Körper hat mir signalisiert, dass ich aktiv werden muss, wenn ich in diesem Job noch länger durchhalten will.“ <h3> Der Waldläufer</h3>Und ob er will! Deshalb steht seitdem 2-mal wöchentlich mittags ein flotter Waldlauf auf der To-do-Liste. „Danach fühle ich mich wieder bereit für den Rest des Tages.“ Auch den gelben Filzball hat Dietmar Pfeifer wieder hervorgeholt und spielt einmal in der Woche eine Stunde Tennis – gern übrigens mit „internen Rivalen“ wie Hannes Fink, ehemaliger Fußballer und heute Technischer Direktor beim FC Südtirol, oder Club-Manager Hannes Fischnaller. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146396_image" /></div> <BR />Beide bringen ihren Chef ganz schön ins Schwitzen. An den ganz wenigen (fußball-) spielfreien Sonntagen im Jahr fordert Dietmar Pfeifer hin und wieder auch seinen Bruder Christian, Chefredakteur der Südtiroler Wirtschaftszeitung (SWZ), heraus. <BR /><BR />Meistens steht aber Regeneration auf dem Programm: mit Ausschlafen und anschließendem Mittagessen im weltbesten Restaurant, das sich ganz in der Nähe seiner Wohnung befindet. Mama Ediths Küche sei „unübertrefflich“, behauptet Sohn Dietmar, besonders ihr Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat und ihre herzhafte Carbonara. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146399_image" /></div> <h3> Der Formel-1-Fan</h3>Urlaub – dieser Begriff kommt auf Dietmar Pfeifers Kalender gar nicht vor. Was aber nicht heißt, dass er keine Interessen außerhalb des Jobs hätte. Autos gehören zum Beispiel dazu. Da trifft es sich gut, wenn man mit dem Formel-1-Chef Stefano Domenicali befreundet ist.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146402_image" /></div> <BR /> „Einige Formel-1-Rennen durfte ich schon live vor Ort mitverfolgen und auch hinter die Kulissen blicken.“ Meistens aber bleibt nur Zeit für einen Blick auf den TV-Bildschirm. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146405_image" /></div> <BR />Mit Fernsehen kommt Dietmar Pfeifer auch nach den oft späten Feierabenden wieder zur Ruhe. Dabei belässt er es aber bei Nachrichten, um einen Blick aufs Weltgeschehen zu bekommen. Hintergründe zur Politik und Wirtschaft verfolgt er eher während langer Autofahrten über verschiedene Podcasts.<BR /><BR /> Es sei denn, er mag's nach dem harten Auswärtsspiel noch etwas gefühlvoller. Dann begleiten ihn Roland Kaiser oder Eros Ramazzotti auf dem Weg nach Hause.<BR /><BR /><embed id="dtext86-69180739_listbox" />