Wie man es besser angeht, erklärt Neuromentaltrainerin Doris Ebner.<BR /><BR />Geduld ist nicht jedermanns Sache. Verständlich! Denn zu warten und einfach nur dem Prozess zu vertrauen, kostet vor allem Nerven. Es bedeutet, die Ungewissheit auszuhalten und auf etwas hinzuzielen, von dem man nicht weiß, ob es jemals tatsächlich Wirklichkeit werden wird. Da ist es oft weit ressourcenschonender, die Dinge sofort zu erledigen. <BR /><BR />Eines nach dem anderen, am besten aber alles zugleich. Aus den Augen, aus dem Sinn, heißt es so schön. Dann weiß man wenigstens, was man davon hat, anstatt sich wochen- oder gar monatelang ausschließlich mit der Vorfreude begnügen zu müssen. So weit, so gut. Doch was, wenn gerade diese Eile am Ende den Erfolg verhindert? <BR /><BR />Wer sich dazu entschieden hat, etwas zu verändern, kann es meist kaum abwarten, den gewünschten Zielzustand zu leben. Jede Abkürzung, die den Weg dorthin reduzieren könnte, kommt äußerst gelegen und wird nur ungern ignoriert. Der Entschluss, es diesmal wirklich durchzuziehen, steht schließlich fest. <BR /><BR />Was um alles in der Welt sollte da noch schiefgehen? Turbo zünden, Sieben-Meilen-Stiefel schnüren und los geht's! Funktioniert in der Theorie, in der Praxis sieht das Ganze jedoch vollkommen anders aus. Denn im Eifer des Gefechts wurde die Rechnung ohne das Gehirn gemacht. <h3> Veränderung: Eine Frage der Energie</h3>Unser Leben und die Realität, in der wir uns bewegen, werden zu einem Großteil von unseren täglichen Handlungen und Gedanken geformt. Dabei gilt: Je öfter diese wiederholt werden, desto mehr festigen sie sich und werden irgendwann zu einem fixen Bestandteil in unserem Alltag – beruflich wie privat. <BR /><BR />Ohne unser bewusstes Zutun laufen sie wie automatische Programme im Hintergrund ab und verbrauchen dabei kaum Energie. Ganz im Gegensatz zu den angestrebten Neuerungen. Und genau das ist der springende Punkt. <BR /><BR />Wer etwas verändern möchte, steht vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen gilt es, gewohnte Abläufe aufzuspüren und zu durchbrechen, zum anderen müssen sich an deren Stelle neue Routinen erst festigen. Immer wieder dürfen wir uns also aktiv daran erinnern, Bewährtes jetzt anders zu machen – und wenn wir bedenken, dass wir die alten Muster für Jahre oder gar Jahrzehnte mit uns herumgeschleppt haben, wäre es vermessen, zu erwarten, dass das Gehirn im Handumdrehen umdenkt. Vielmehr kostet es Zeit und Kraft, die beide nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. <BR /><BR />Wenn die Zeichen auf Umbruch stehen, ist weniger deshalb oft mehr. Viel mehr. Veränderung lebt nämlich nicht von Ambition, sondern von Konsequenz. <BR /><BR />Wollen Sie zu viel auf einmal, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihnen Ihr Vorhaben irgendwann über den Kopf wächst und Sie die Flinte ins Korn werfen. Gelingt es Ihnen jedoch, den Weg in kleine Abschnitte zu gliedern und einen nach dem anderen beharrlich anzugehen, werden Sie auf Dauer Erfolg haben. Vielleicht mehr, als Sie sich jemals erträumt hätten. <h3> Zur Person</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1172901_image" /></div> <BR />Doris Ebner ist diplomierte Neuromentaltrainerin. Im Rahmen ihrer Ausbildung hat sie ihre Faszination für die Gehirnforschung und die Kraft der Gedanken entdeckt und erfahren, welche Möglichkeiten darin verborgen liegen. Ihre besondere Begeisterung gilt dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, weshalb sie mit Leidenschaft ihr Wissen an andere Menschen weitergibt und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt. Zudem hat Doris Ebner Germanistik und Musik studiert und arbeitet als Redakteurin.