Klassisch oder traditionell sind sie sicher nicht, die Krippen von Karl Margoni. Dafür originell, wie zum Beispiel die Krippe mit Orchester, die der Autodidakt geschaffen hat. <BR /><BR />„Vor ungefähr 4 Jahren war es soweit, da habe ich meinen Beruf an den Nagel gehängt und mich nach einer anderen Beschäftigung umgesehen. Als ich angefangen habe, mich mit allem, was Krippen anbelangt, abzugeben, bin ich schon auf einige Hindernisse gestoßen, denn ich hatte ja so gut wie keine Ahnung davon“, erzählt Margoni.<BR /><BR />Aber es dauerte nicht lange, und der handwerklich geschickte Mann hat sich in die „Krippenmaterie“ eingelesen und anschließend begonnen, selbst Figuren, Tiere und vor allem die entsprechenden Gebäude herzustellen. Und diese Gebäude sind eigentlich keine typischen Weihnachtskrippen, wie wir sie kennen und zuhauf auch überall betrachten können. Margoni holt sich nämlich die Vorlagen seiner Krippen teils aus wirklich bestehenden Häusern, teils entspringen sie auch seiner Phantasie oder er entnimmt sie dem Internet. „Es steht bei mir nicht immer die Geschichte der heiligen Nacht mit Maria, Josef und dem Jesuskind im Vordergrund, ich versuche, ein besonderes Umfeld zu schaffen, mit anderen Figuren und Gestalten, ein besonderes Ambiente soll es sein.“<BR /><BR /><BR />So hat Karl Margoni bei seiner großen Krippe „Weihnachtskonzert“ eine Hundertschaft an Menschen versammelt, mehr als die Hälfte davon sind Musiker. Man sieht dabei Harfen-, Klavier- und 2 Zitherspieler, auch 2 Trommeln mischen mit, die „ich allesamt selbst gebaut habe. Manche der Figuren habe ich selbst gemacht, andere auf dem Flohmarkt gefunden. Meine Schwester hat mir beispielsweise beim Nähen der Kleider geholfen. Für das Klavier benötigte ich schon mehrere Wochen, es waren doch Anleitungen erforderlich, aber mit der nötigen Hartnäckigkeit und Geduld schafft man es.“ Er habe in früheren Zeiten viel gezeichnet und gemalt, sich alles selbst beigebracht. „Beim Schnitzen der Figuren sind die Proportionen das Schwierigste gewesen, denn diese müssen ja stimmen, ich wollte alles möglichst naturgetreu nachbauen.“ Er arbeite viel mich Buchenholz, bei den Figuren verwende er auch Tannenholz, das weicher sei.<BR /><BR />Insgesamt habe Margoni an die 20 Krippen in den vergangenen 4 Jahren gebaut, alle seien sehr unterschiedlich gewesen, derzeit besitze er noch 5 davon, die restlichen sind teilweise weit verstreut: „Eine befindet sich in Neapel, eine weitere haben Bekannte von mir nach Sizilien mitgenommen.“ <BR /><BR />Übrigens, die Krippen von Karl Margoni können auch gerne in Steinmannwald besichtigt und eventuell auch erworben werden, denn Marangoni gibt an, zu wenig Platz zur Verfügung zu haben, um seine Kunstwerke zu behalten. Eine vorherige telefonische Anmeldung (Tel. 347 730 9511) ist erforderlich.<BR />