Vor der Hofburg warteten Mitglieder der Initiative für einen offenen Hofburggarten auf den Multimediakünstler André Heller, dessen Anwesenheit für den Spatenstich zum offiziellen Start der Arbeiten angekündigt war. In den Händen hielten sie Transparente mit den Schriften „Das habt ihr verkackt“ oder „Wir brauchen einen offenen Stadtpark“.<BR /><BR /> In den Garten eingelassen wurden sie nicht, weil – wie Bürgermeister Andreas Jungmann auf Nachfrage erklärte – eine deklarierte Baustelle nicht jeder betreten darf.<BR /><BR />Heller wurde indes im Chinesischen Turm von Vertretern der Firmen, der Diözese, der Hofburg und der Politik empfangen. Am Rande auf die Kritiker angesprochen, meinte er: „Es gibt Leute, die sich verlieben, und Leute, die sich verhassen“. Diese wolle er nicht an ihrer Selbstvergiftung mit negativer Energie hindern.<BR /><BR />In seinem offiziellen Redebeitrag verwies Heller auf die Chance dieses Projektes. In einer Welt, in der ein Grobheitswahnsinn gelebt werde, müsse die Kunst etwas entgegensetzen. Hier entstehe ein Ort der Ermutigung, ein Epizentrum der Schönheit, der Düfte, der Farben und der Spiritualität, das allen Menschen Heilung bringen könne. Er lud ein, an die Kraft des Gartens zu glauben, der zudem zu jeder Jahreszeit anders schön sein werde.<BR /><BR />Stefanie Prieth, die Verantwortliche für die Projektleitung Hofburggarten, blickte mit Bürgermeister Andreas Jungmann und den Landesräten Peter Brunner, Philipp Achammer und Luis Walcher auf die Anfänge zurück.<BR /><BR />Gallery #DText/86-74734990 not found<BR /><BR />Brunner erinnerte daran, wie im Februar 2026 der damalige Landtagsabgeordnete Christian Tschurtschenthaler mit den Brixnern Günther Oberhuber, Helmut Profanter und Gerold Siller bei einer Buchvorstellung in Bruneck erste Kontakte mit Heller knüpfte, wie im Dezember 2017 der Gemeinderat Hellers Konzept zur Neugestaltung ohne Gegenstimme genehmigte, an den Rekurs gegen die Auftragsvergabe, den der Staatsrat zugunsten der Gemeinde entschied. Am Projekt weiterzuarbeiten, „war die richtige Entscheidung“, betonte Brunner.<BR /><BR />Achammer lud ein, das Projekt unbefangen anzuschauen. Im Planungsprozess sei die Einzigartigkeit der Hofburg berücksichtigt worden. Im Garten, der auch als Museum geführt werden wird, werde hochwertige einheimische und international ansehnliche Kunst Platz finden, die zusätzlich die Qualität des Ortes unterstreichen werde. Luis Walcher begrüßte die mit dem Versuchszentrum Laimburg entwickelte Bepflanzung mit heimischen Baumsorten. Der Boden wird mit Pflanzenkohle angereichert, um CO2 längerfristig zu speichern.<BR /><BR />„Es wird ein Garten für die Brixner“, betonte Bürgermeister Jungmann, „ein Ort der Begegnung, der Erholung, der Inspiration“. Er werde für die Brixner und die Gemeinden, die sich beteiligen wollen, kostenlos zugänglich sein, damit sie ihn genießen können, so oft und wann sie wollen.<BR /><BR />André Heller will alle zwei Monate nach den Arbeiten sehen. Er bezeichnete das Gartenprojekt als Kind, um das man sich kümmern müsse. Das Querflötentrio Namana umrahmte die Feier.