Mittwoch, 06. September 2017

Eine Puppe, die spioniert: „Cayla“ muss vernichtet werden

Die Puppe „Cayla“ soll eigentlich nur ein Kinderspielzeug sein. Da sie allerdings mit einem Mikrofon und einer Kamera ausgestattet ist und außerdem mit dem Internet verbunden werden kann, ist sie in Deutschland nun verboten und MUSS vernichtet werden. .

Da Cayla mit einem Mikrofon und einer Kamera ausgestattet ist und mit dem Internet verbunden werden kann, sieht die Bundesnetzagentur (BNetzS) ein erhebliches Sicherheitsproblem.
Da Cayla mit einem Mikrofon und einer Kamera ausgestattet ist und mit dem Internet verbunden werden kann, sieht die Bundesnetzagentur (BNetzS) ein erhebliches Sicherheitsproblem.

 Im Handel erhältlich ist sie schon länger nicht mehr. Doch nun darf mit der Puppe auch nicht mehr gespielt werden - ja mehr noch: Das Spielzeug muss sogar vernichtet werden. Der Besitz von „Cayla“, die als verbotenes Spionagegerät klassifiziert wurde, ist nämlich strafbar.

Da sie drahtlos senden kann, sei sie eine versteckte, sendefähige Anlage und ein erhebliches Sicherheitsproblem, begründet die deutsche Bundesnetzagentur (BNetzS). 

Die Vernichtung kann auf einem Recyclinghof erfolgen, oder aber daheim. Ein Foto, auf dem sowohl die Puppe als auch ihre Vernichtung zu erkennen sind, dient als Dokumentation. Beim Recyclinghof kann man sich die Zerstörung des Spielzeugs mit einem Vernichtungsnachweis bestätigen lassen. Das Formular hält die BNetzA auf ihrer Webseite bereit.

Geld zurück?

Mit Kaufbeleg und Vernichtungsnachweis kann dann beim Verkäufer das Geld zurückverlangt werden. Laut der Verbraucherzentrale stehen die Chancen dafür gut. Die Puppe einfach zurückgeben sollte man in keinem Fall.

Wer die Puppe nicht freiwillig zerstört, kann durch die Behörde per Verwaltungsakt dazu aufgefordert werden. Das kann schlimmstenfalls auch per Zwangsgeld in einer Höhe von bis zu 25.000 Euro durchgesetzt werden.

dpa

stol