Sonntag, 13. März 2016

Eistauchen in Antholz: Der Weltrekord, der keiner ist

Viele haben mit Kopfschütteln auf ihr Vorhaben reagiert: Mit einem einzigen Atemzug wollte es Valentina Cafolla 111 Meter durch den zugeeisten Antholzer See schaffen. Nun hat sie allen Skeptikern gezeigt, dass ihr Plan doch nicht ganz so abwegig war. Einziges Problem dabei: Der neu aufgestellte Rekord wird nicht als solcher gewertet.

Valentina Cafolla lässt sich von den rechtlichen Bestimmungen nicht beirren und zieht ihr Ding durch. Foto: Elena Lago
Valentina Cafolla lässt sich von den rechtlichen Bestimmungen nicht beirren und zieht ihr Ding durch. Foto: Elena Lago

Eigentlich hat sie es geschafft. Als Weltrekord gewertet wird der Tauchgang von Valentina Cafolla am Sonntag im Antholzer See aber doch nicht.

Gegen 11.00 Uhr sollte es losgehen (STOL hat berichtet). Doch plötzlich wurde die gute Stimmung in Antholz ins Gegenteil verkehrt: Die rechtlichen Vorlagen im Bereich ärztliche Versorgung konnten nicht erfüllt werden. Nur bei der Anwesenheit eines Notarztes wäre der waghalsige Versuch der jungen Taucherin auch als Rekord durchgegangen, erklärt Dunja Gamper, Taucherin aus Lana und Unterstützerin des Projekts. Vor Ort war "nur" ein normaler Arzt.

Davon ließ sich Cafolla aber nicht beirren. Sie hat den Richtlinien - im wahrsten Sinne des Wortes - die kalte Schulter gezeigt. Wissend, dass ihr Versuch nicht zählen würde, hat sie sich ins kühle Nass begeben und ist ohne Probleme die 111 Meter unter dem Eis entlang getaucht.

"Valentina zeigte sich beim Auftauchen total cool. Sie hätte es noch locker einige Meter weiter geschafft", meint Gamper.

Alles ok - Valentina hat es geschafft! Foto: Elena Lago

Etwas enttäuscht sei man anfangs schon gewesen, als man von den nicht eingehaltenen Vorgaben hörte. Vom Feiern lassen sich die Helfer rund um das Projekt von Valentina Cafolla aber sicher nicht abhalten.

stol/cmp

stol