<b>Von Miriam Roschatt</b><BR /><BR />Am 8. Februar wurde ihr größter Wunsch wahr: Sarah Streblow und Andreas Zorzi Durst durften um 15.16 Uhr ihre Tochter Leni (3800 Gramm und 52 Zentimeter) in ihre Arme nehmen – ihr kleines, süßes Wunder. <BR /><BR />Knapp zwei Monate später könnte die kleine Familie kaum glücklicher sein: „Uns geht es sehr gut. Jeder Tag bringt neue Erfahrungen, neue Gefühle und neue Herausforderungen mit sich“, berichtet die gebürtige Niedersächsin, die ihren Andreas 2013 bei einem Südtirol-Urlaub kennengelernt hat. Bereits nach drei Monaten Be<?TrVer> ziehung zog sie zu dem selbstständigen Tischler und Après-Ski-Barbetreiber nach Pairdorf bei Bri<?TrVer> xen. 2017 wurde geheiratet. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1299555_image" /></div> <BR /><BR />Nach der Eheschließung kam der Wunsch nach einer Familie auf. Doch „normal“ schwanger werden, das wollte bei Sarah und Andi vor nunmehr neun Jahren einfach nicht klappen. Also unterzog sich das Paar mehreren Untersuchungen, mit dem guten wie auch enttäuschenden Ergebnis, dass bei der damals 29-Jährigen und ihrem 39-jährigen Mann eigentlich alles in Ordnung war. Sie versuchten es also weiter auf natürlichem Weg. Es folgte fortan ein monatliches Hoffen und Bangen, ehe sich das Paar 2022 einer Insemination unterzog. Dabei wird Spermium vom Mann aufbereitet und – nach ei<?TrVer> nem künstlich ausgelösten Eisprung – per Katheter eingeführt. Zwei Eingriffe im Jahr 2022 und im Frühjahr 2023 ließ das Paar ma<?TrVer> chen. Aber erfolglos. Also entschied man sich im Sommer für eine In-vitro-Fertilisation (IVF). Hier findet die Befruchtung nicht im Körper der Frau statt, sondern „künstlich“ im Labor. Ergebnis: negativ. Schon wieder. <BR /><BR />Im Herbst 2023 gab sich das Paar noch einmal einen Ruck und setzte nun auf die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), bei der die Befruchtung, ähnlich wie bei der In-vitro-Fertilisation, auch „künstlich“ im Labor stattfindet. Der erste Versuch im November fiel wiederum negativ aus, ein Jahr später hatte das Paar in der fünften Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt. Umso größer war dann die Freude, als der Test ein Jahr und weitere fehlgeschlagene Versuche später im Mai 2025 endlich das lang ersehnte „Schwanger“ anzeigte!<BR /><BR /><h3> „Ihr seid nicht allein. Auch wenn es sich so anfühlt“</h3>Heute ist die kleine Leni fast zwei Monate alt und hält ihre Eltern ganz schön auf Trab. „Oftmals muss ich mich daran gewöhnen zu sagen: ‚Meine Tochter‘“, sagt Sa<?TrVer> rah Streblow, überglücklich über das Geschenk, das ihr und ih<?TrVer> rem Mann nach acht Versuchen im Labor geschenkt wurde. „Jeden Tag sehe ich sie an und realisiere: Sie ist wirklich da. Nach all den Jahren fühlt sich das noch sehr unrealistisch, aber vor allem sehr dankbar an.“<BR /><BR />Mit viel Erfahrung und Wissen rund um das Thema Kinderwunsch im Gepäck möchte Sarah Streblow nun anderen, die aktuell in einer ähnlichen Situation ste<?TrVer> cken, etwas mit auf den Weg geben: „Ihr seid nicht allein. Auch wenn es sich so anfühlt. Es ist in Ordnung, Gefühle wie Traurigkeit, Wut, Zweifel zuzulassen. Gleichzeitig ist es extrem wichtig, sich darin nicht selbst zu verlieren. Der eigene Wert hängt nicht davon ab, wie schnell oder auf welchem Weg sich ein Kinderwunsch erfüllt.“