<b>Von Florian Mair</b><BR /><BR />Für den 40-jährigen Alexander Schmid aus Terenten, der heute mit seiner Frau Andrea Rederlechner in Raas (Natz-Schabs) lebt, hat die Reise im Weißen Kreuz 2005 begonnen. Kommendes Jahr wird er für 2 Jahrzehnte Ehrenamt das Ehrenzeichen in Silber mit Lorbeer erhalten.<BR /><BR /> Als Schmid vor fast 20 Jahren als junger Freiwilliger seinen Dienst aufnahm, hätte er sich nie gedacht, dass er eines Tages Präsident sein würde. Doch Schmid hat sich kontinuierlich engagiert sowie fleißig seinen Dienst geleistet und Professionalität an den Tag gelegt. Er fiel deshalb positiv auf – und war bald zu Höherem bestimmt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1111308_image" /></div> <BR />Denn bereits 2012 zog der Pusterer in den Landesvorstand des Weißen Kreuzes ein, 2016 wurde er dann Vizepräsident. Und seit über einem Jahr lenkt er nun die Geschicke seines Vereins, ehrenamtlich, neben seinem Beruf als Verwaltungsleiter einer einheimischen Baufirma.<BR /><BR />Trotz seiner Führungsrolle ist Alexander Schmid vor allem eines geblieben – ein Freiwilliger durch und durch. Zwischen 600 und 700 ehrenamtliche Stunden leistet er pro Jahr nur im Rettungsdienst und Krankentransport. Er ist also nicht nur ganz oben, sondern auch unten an der Basis anzutreffen. <BR /><BR />„Das Schönste ist, mit meiner Gruppe in Bruneck Dienst zu leisten. Sie ist wie eine zweite Familie für mich“, verrät Schmid, den seine Weiß-Kreuz-Kollegen kurz und bündig „Alex“ nennen. „Viele im Verein hält es oft nur wegen des tollen Gruppenlebens über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg als Freiwillige.“ <h3> Pläne und Visionen</h3>Und auch in der Sektion Sterzing packt er gelegentlich mit an. Diese Nähe zum Alltag des Landesrettungsvereins ist Alexander Schmid wichtig. „Man erlebt direkt, was im Verein passiert“, betont er. Unter Schmids Führung geht das Weiße Kreuz aber nicht nur seinen traditionellen Aufgaben weiterhin nach, sondern richtet den Blick auch in die Zukunft.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1111311_image" /></div> <BR /> „Wir werden uns noch stärker im sozialen Bereich engagieren“, verrät er. Dabei bleibt der Fokus klar: Freiwillige sind und bleiben das Herz des Vereins. Gleichzeitig will der Vereinschef sicherstellen, dass der klassische Rettungsdienst und Krankentransport weiterhin ein starkes Fundament bilden, in dem die Freiwilligen mitwirken. „Das sind wir unseren Gründern schuldig“, betont der 40-Jährige. <h3> 60-jähriges Bestehen</h3>Dass das Weiße Kreuz heute so breit aufgestellt und kapillar vertreten ist, verdankt der Verein seit 1965 den Fördermitgliedern und den Freiwilligen – derzeit sind es mehr als 140.000 bzw. über 4000. „2025 feiern wir unser 60-jähriges Bestehen. In all den Jahren haben wir unglaublich viel erreicht“, blickt Schmid stolz zurück. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1111314_image" /></div> <BR />„Ohne die Fördermitglieder und die Freiwilligen wäre das sicher nicht möglich gewesen. Allen ehemaligen und aktuellen Fördermitgliedern und Freiwilligen gilt ein herzliches Dankeschön.“ Lobend erwähnt Schmid aber auch die rund 530 Angestellten. <h3> Präsidentschaft als Ehre</h3>Dass mit Schmid als Präsident der richtige Mann an der richtigen Stelle ist, beweist seine Einstellung: „Für mich ist es eine Ehre, Präsident zu sein, weshalb ich auch nicht lange nachdenken musste, als ich die Möglichkeit bekam, die Führung zu übernehmen. Einzig mit meiner Frau musste ich es besprechen, aber das soll auch so sein, weil es eine große Entscheidung ist, die Präsentschaft zu übernehmen.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-67867521_listbox" /><h3> Natur, Familie und Meer</h3>Abseits seiner Arbeit und seiner verantwortungsvollen Tätigkeit im Weißen Kreuz genießt Schmid die Zeit mit seiner Frau Andrea, die Notärztin ist – und die er, wie könnte es anders sein, beim Rettungsverein kennengelernt hat. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1111317_image" /></div> <BR />Gemeinsam erkunden sie gerne die Natur – beim Wandern und Skifahren. Seit 2023 unternimmt Alexander Schmid auch Skitouren. „Extrem sind wir aber nirgends unterwegs“, betont der Weiß-Kreuz-Chef. <h3> Tenorhornist & Trompeter</h3>Im Sommer zieht es das Paar ans Meer, und wenn Zeit bleibt, erkunden sie Europa – immer mit einem Mix aus Entspannung und Kultur. Vor seiner Karriere beim Weißen Kreuz war Schmid übrigens auch musikalisch aktiv. In der Musikkapelle Terenten spielte er Tenorhorn und Trompete, doch irgendwann musste er sich entscheiden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1111320_image" /></div> <BR /> Das Weiße Kreuz gewann, weshalb er dann seine Instrumente an den Nagel gehängt hat. „Die Zeit bei der ‚Tearna‘ Musikkapelle war wirklich sehr schön, aber ich hatte nicht mehr die Zeit für Proben und Auftritte“, bedauert Alexander Schmid. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67867520_listbox" />