Vor 3 Wochen ist Simon „Simi“ Brunner vom Kirchturm in den Reschensee gesprungen, vor einigen Tagen hat er ein Video davon auf Instagram veröffentlicht. <BR /><BR /> <video-jw video-id="Mjwfs7RO"></video-jw> <BR /><BR />„Ein Freund von mir ist in Spanien von einem Kirchturm gesprungen und als ich vor einiger Zeit am Reschensee mit dem Auto vorbeigefahren bin, brachte mich das auf die Idee“, erzählt der Athlet, der schon seit vielen Jahren die Sportart Parkour ausübt, also über Mauern springt, auf Hauswände emporklettert und auf engen Vorsprüngen balanciert. <h3> 3 Anläufe gemacht</h3>Eine solche Aktion muss vorbereitet werden. Insgesamt 3 Anläufe hat der Österreicher dafür gebraucht: „Beim ersten Mal ist meine Drohne kaputtgegangen, beim zweiten Mal habe ich es nicht geschafft, auf den Turm hochzuklettern“, berichtet er. „Beim dritten Mal habe ich das Turmfenster erreicht, habe abgewartet bis die Sonne hervorkam und dann bin ich gesprungen.“ <h3> Erfahrener Stuntman</h3>Doch das ist alles andere als ungefährlich: „Wir haben zuvor die Lage mit einer Drohne abgecheckt. Das Wasser im See war eiskalt und ist nicht besonders tief.“ Brunner warnt davor, den Sprung nachzuahmen. „Ich habe 10 Jahre Erfahrung in diesem Sport gesammelt. Die meisten Stunts, die ich mache, sind zu schwierig, um sie selbst auszuführen“, weiß der Athlet. Menschen würden ja auch Actionfilme schauen, in denen die Darsteller ebenso gefährliche Stunts vollführen. „Macht die jedermann nach?“, fragt er. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057038_image" /></div> <BR />Brunner bezeichnet sich als Künstler. „Die Optik spielt für mich die Hauptrolle. Ich suche mir einen Standort aus, der mir gefällt, und mache dann dort Stunts.“ Den Sprung vom Reschensee könne er auch im Schwimmbad vollführen. „Aber ich möchte die Leute mit einer schönen Kulisse zum Staunen bringen.“ Auf dem Online-Kartendienst „Google Maps“ hat er über 200 Orte in Europa markiert, Ziele, die er besuchen möchte, um dort die nächsten waghalsigen Videoaufnahmen zu drehen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057041_image" /></div> Eine Bezahlung für die Aktion hat Simon Brunner nicht erhalten. Er fürchtet auch keine rechtlichen Konsequenzen. „Ich habe vorher eine Internetrecherche durchgeführt“, erklärt er. Vor Ort habe es keine Verbotsschilder gegeben – weder gegen das Baden im See noch gegen ein Betreten des Turms. <BR /><BR />Im Gegenteil: Während seiner Aktion habe eine Veranstaltung am Ufer stattgefunden, bei der auch Beamte anwesend gewesen sein sollen. „Die Leute haben mich gesehen und geklatscht“, staunt Brunner. Andernorts würden Zuschauer oft „granteln“.