Samstag, 02. April 2016

Esel und Schafe werden's schon richten - und den Rasen "mähen"

Zurück zur Natur. Nicht zuletzt um Kosten zu sparen setzt die Provinz Treviso auf natürliche Ressourcen und tauscht Rasenmäher gegen Esel. Ihre Aufgabe: Die Straßen verschönern. In Ferrara setzt man derweil auf Schafe.

Sie sollen in der Provinz Treviso ab sofort die öffentlichen Grünflächen "mähen": ganz normale Esel.
Sie sollen in der Provinz Treviso ab sofort die öffentlichen Grünflächen "mähen": ganz normale Esel. - Foto: © shutterstock

Sechs Zwergesel hat der Präsident der Provinz, Luca Zaia, erworben, um dazu anzuleiten, das Gras an den Straßenhängen und in den Gartenbeeten der Provinz zu fressen.

„Wir wollen testen, ob sich die Provinz auf diese Weise den Erwerb von Traktoren und Rasenmähern ersparen kann, die uns bis zu 100.000 Euro pro Jahr kosten“, so Zaia.

Der Provinzpräsident, der die sechs Esel persönlich ausgesucht hat, gab für die Tiere 2.075 Euro aus. Sie sollen in einem Bauernhof der Gegend untergebracht werden. Zaia plant die Ausschreibung eines Wettbewerbs unter den Schülern der Provinz, um die Namen für die Tiere auszusuchen.

In Ferrara werden Gärtner von Schafen ersetzt 

Ein ähnliche Idee hatte man auch in Ferrara - allerdings kommen hier anstatt der Esel Schafe zum Einsatz.Ein Hirte mit einer Herde aus 600 Schafen, die entlang des Ufers des Flusses Po leben, wurde von der Stadtverwaltung beauftragt, die Tiere auf Grünflächen entlang der Stadtmauern Gras fressen zu lassen. Damit könne man sich den Einsatz von Gärtnern ersparen, hieß es.

Die Herde soll bis Mai eingesetzt werden, berichteten italienische Medien. Die Initiative wurde vom Landwirtschaftsverband Coldiretti begrüßt. Über tausend Schafzüchtereien mit 60.000 Tieren gebe es in Italien. Es sei wichtig, Tiere zu verwenden, die vor allem in Berggebieten eine nützliche Rolle spielen könnten.

apa

stol