Freitag, 05. Mai 2017

Eurovision: Russische Kandidatin über Einreiseverbot enttäuscht

Die russische Sängerin Julia Samoilowa (28) ist über ihren verwehrten Auftritt beim Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew sehr enttäuscht.

Aus politischen Gründen wurde der russischen Sängerin Julia Samoilowa ihren Auftritt beim Eurovision verwehrt.
Aus politischen Gründen wurde der russischen Sängerin Julia Samoilowa ihren Auftritt beim Eurovision verwehrt. - Foto: © APA/AFP

„Natürlich hat mich das fertiggemacht“, sagte sie dem ARD-„Morgenmagazin“ am Freitag in Moskau. „Das war, als ob man mir die Flügel abreißen wollte. Das hat weh getan.“

Die Ukraine hatte der Sängerin wegen eines Auftritts auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim die Einreise verboten. Das russische Staatsfernsehen hatte zudem das Angebot der Organisatoren abgelehnt, die Sängerin ausnahmsweise aus Moskau zuzuschalten. „Etwas, das ich so lange im Visier hatte, war plötzlich weg“, sagte die Sängerin. Sie freue sich nun darauf, am ESC im nächsten Jahr teilzunehmen. Moskau hat Samoilowa bereits die Nominierung zugesichert.

Der 62. Song Contest startet kommenden Dienstag mit dem ersten Halbfinale. Österreichs Kandidat Nathan Trent muss sich dann am Donnerstag im zweiten Halbfinale beweisen und einen Platz für den großen Showdown am Samstag ergattern. Er tritt mit dem von ihm selbst verfassten Song „Running on Air“ an.

Für Italien tritt der zweimalige Sanremo-Gewinner Francesco Gabbani mit seinem Song „Occidentali's Karma“. Zur Performance gehört auch ein tanzender Affe. 

apa/dpa

stol