Dienstag, 20. November 2018

Expat-Studie: Wien weiterhin eine der unfreundlichsten Städte

Österreichs Hauptstadt bleibt mit Rang 65 von 72 in der Kategorie „Freundlichkeit“ eine der unfreundlichsten Städte weltweit für Expats, also von Firmen ins Ausland entsandte Mitarbeiter. Das verrät das „Expat City Ranking 2018“ mit mehr als 18.000 befragten Personen, die im Ausland arbeiten und leben. Im Gesamtranking liegt Wien mit Platz 34 von 72 im Mittelfeld.

Grund für die schlechten Ergebnisse in punkto Freundlichkeit könnte die Sprachbarriere sein: Fast die Hälfte (48 Prozent) fand, dass man in Wien ohne Kenntnisse der Landessprache nicht zurechtkommt. Anschluss zu finden scheint für Expats jedoch leichter geworden zu sein: 42 Prozent meinten, dass es einfach sei, neue Freunde zu finden – elf Prozent mehr als 2017.

„Wenn man erst einmal mit den Österreichern Freundschaft geschlossen hat, dann ist ihnen diese sehr wichtig“, stellte ein Expat aus Venezuela fest. Am unfreundlichsten ist man laut der Umfrage in Riad, Stockholm und Stuttgart.

Lebensqualität: Rom am unteren Ende der Skala

Punkten konnte Wien erneut beim Thema Lebensqualität und bleibt mit Platz 6 in den Top Ten. Bestnoten gibt es in der Rubrik Transport & Verkehr. 9 von 10 Expats in Wien sahen die Umweltqualität der Stadt (91 Prozent) und ihre persönliche Sicherheit (92 Prozent) positiv. Zufriedener waren Expats in Wien mit ihrem Sozialleben – 61 Prozent aktuell im Vergleich zu 53 Prozent im Jahr 2017.

Die drei besten Metropolen für Expats sind Taipeh – die bei ihnen auch als freundlichste Stadt der Welt gilt -, Singapur und Manama. Am anderen Ende der Skala rangiert Riad auf dem letzten Platz, gefolgt von Dschidda und Rom.

Die Rangliste beruht auf der diesjährigen „Expat Insider Studie“ des Münchner Unternehmens InterNations. Herangezogen wurden Bewertungsfaktoren wie Lebensqualität, Eingewöhnung vor Ort, Berufsleben, persönliche Finanzen und Wohnungsmarkt.

apa

stol