Mittwoch, 29. Mai 2019

"Fensterputzen" im Weltall

Zwei Kosmonauten sind aus der Internationalen Raumstation (ISS) zu einem sechsstündigen Arbeitseinsatz ins Weltall ausgestiegen. Laut Plan sollten sie etwa Glasscheiben an Lichtluken reinigen, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Mittwoch mitteilte.

Zwei russische Kosmonauten erledigten mehrere Aufgaben bei einem sechsstündigen Arbeitseinsatz im All - unter anderem reinigten sie die "Fenster".
Zwei russische Kosmonauten erledigten mehrere Aufgaben bei einem sechsstündigen Arbeitseinsatz im All - unter anderem reinigten sie die "Fenster". - Foto: © shutterstock

Von anderen Stellen der Außenschicht der ISS sollten sie auch Proben von Ablagerungen entnehmen, damit diese später auf ihre Zusammensetzung untersucht werden können. Wie die US-Behörde NASA mitteilte, diente der Einsatz vor allem der Wartung.

Die Aufgabe der beiden russischen Raumfahrer bestand außerdem darin, mehrere Ausrüstungsteile zu montieren und andere abzubauen. Sie sollten zudem an Geländern angebrachtes Handtuchmaterial entnehmen. Später soll die chemische und mikrobiologische Beschaffenheit dieses Stoffs nach dem Einsatz im Weltall untersucht werden.

Für den Kommandeur Oleg Kononenko ist es bereits der fünfte Einsatz seiner Karriere, für Alexej Owtschinin dagegen eine Premiere in rund 400 Kilometern über der Erde. Sie widmeten ihren Einsatz dem ersten „Spaziergänger“ im Weltall, Alexej Leonow, der am 30. Mai seinen 85. Geburtstag feiern wird. Leonow war am 18. März 1965 der erste Mensch, der ins Weltall ausstieg – von dem Raumschiff „Woschod-2“. Unterstützt wurden die beiden nach Nasa-Angaben von der Astronautin Christina Koch im Innern der Raumstation.

apa/dpa

stol