Vom Papier her gilt die Gruppe E mit den Niederlanden, Dänemark, den starken Japanern und Kamerun, das an ruhmreiche Zeiten anknüpfen will, als eine der Ausgeglichensten, so dass der heutige dritte und damit abschließende Spieltag der Vorrunde weiteres Spannungspotenzial erhält.Die 'Oranjes' geben sich nach überragender Qualifikation (acht Siege in acht Begegnungen) sehr selbstbewusst und sprechen offen vom Titel. Doch den Niederländern haftet der Ruf an, zwar stets einen ästhetischen und begeisterungsfähigen Fußball zu spielen, aber andererseits nicht solide genug zu sein, um ganz nach oben zu kommen.Zuletzt geschehen bei der Fußball-EM 2008. Dieses Bild möchte Trainer Bert van Marwijk nur zu gerne revidieren. Kurios ist sicher, dass zu den zahlreichen hochkarätigen Schützlingen des Ex-Coachs von Borussia Dortmund sein eigener Schwiegersohn gehört: Mark van Bommel.Die Kameruner haben mehr Spiele bei einer Fußball-Weltmeisterschaften bestritten und mehr Punkte geholt als irgendeine andere afrikanische Mannschaft. Auch in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste sind sie das bestplatzierteste afrikanische Team (Rang 19). Längst ist Torjäger Samuel Eto'o nicht mehr der Alleinunterhalter in der Mannschaft von Trainer Paul Le Guen. Das Blatt wendete sich für Kamerun zum Guten, als nach dem schwachen Start in die letzte Qualifikationsrunde der erfahrene deutsche Trainer Otto Pfister durch den geradlinigen 45-jährigen französischen Coach abgelöst wurde.Bei Kamerun denkt man unweigerlich immer noch an Roger Milla, der mit 42 Jahren bei der WM 1994 in den USA gegen Russland für seine 'unzähmbaren Löwen' traf, und damit zum ältesten Torschütze in der Geschichte einer Fußball-WM-Endrunde avancierte. Anpfiff im Kapstadter Green-Point-Stadion ist um 20.30 Uhr.Möchten Sie diese Sendung aufnehmen? Klicken Sie hier!