Seit Juli gibt das Abo „Fix 365“, das Nutzer um 250 Euro ein Jahr ab Kauf die Nutzung aller Öffis ermöglicht – und das sind immerhin 46 Millionen gefahrene Bus- und Zugkilometer. Dass es bislang 4.000 Südtiroler erstanden haben, sei bereits ein Erfolg, so Landesrat Daniel Alfreider. <h3> 40.000 öffentliche Mitarbeiter erhalten Abo kostenlos</h3>Im November wird ein großer Schub erfolgen, denn 40.000 öffentliche Mitarbeiter erhalten das Fix-Abo laut neuem Tarifvertrag kostenlos. „Auf Antrag erhalten die Mitarbeiter von ihrem öffentlichen Arbeitgeber einen Code, mit dem der Kauf kostenlos ist“, so STA-Chef Info Dejaco.<BR /><BR />Was die öffentliche Hand vorexerziert, sollen die Betriebe nachmachen. „Denn eigentlich waren es die Betriebe, die uns auf die Idee des Jahresabos gebracht haben“, so Alfreider. Gewähre der Betrieb einem Mitarbeiter eine Bruttolohnerhöhung von 250 Euro, so bringe das für den Angestellten netto nur ein Plus von 150 Euro. Die Kosten für den Betrieb liegen aber bei 300 Euro (Lohn plus Sozialbeiträge). Umgekehrt koste das Abo den Betrieb aufgrund der steuerlichen Absetzbarkeit nur 200 statt 250 Euro. <BR /><BR /><embed id="dtext86-71858929_quote" /><BR /><BR />„Beim Mitarbeiter kommen aber volle 250 Euro an. Die beste Möglichkeit für Lohnerhöhungen und der Betrieb erspart sich zudem Zettelwerk bei Fahrtkosten sowie Investitionen in Parkplätze“, sagt SWR-Chef Sandro Pellegrini. Das Öffi-Abo für minderjährige Kinder (20 Euro) ist im Fix-Abo eines Elternteils enthalten, egal wie viele Kinder es sind. „Das Abo ist also eine Hilfe für die ganze Familie der Mitarbeiter“, betont Alfreider. Und stärke deren Gesundheit: Wer mit Öffis fährt, bewältigt die letzte Strecke zu Fuß oder mit dem Fahrrad.<BR /><BR /> Die Bozner Alpitronic stellt ihren Mitarbeitern den „Fix 365 Pass“ zur Verfügung. „Wir sind stark gewachsen und haben wesentlich mehr Mitarbeiter als Parkplätze“, sagt Personalchef Andreas Rogger. Über geleaste E-Bikes, Südtirol-Pass und Mobilitätsbeitrag für Mitarbeiter, die zu Fuß oder in Fahrgemeinschaften anreisen, nutzen jetzt nur mehr 200 von 800 Mitarbeitern Parkplätze. Ein vergleichbares Angebot wie in Südtirol koste am Firmenstandort Bergamo 2000 Euro. „Wir hoffen deshalb, dass sich viele Südtiroler Betriebe von uns inspirieren lassen. Je mehr wir sind, desto spürbarer ist der Effekt.“ Straßen bleiben für jene freier, die wirklich das Auto nutzen müssen.