Mittwoch, 04. März 2015

Flucht vom Manaslu: Tamara und Simone ausgeflogen

Sie haben nachgegeben: Nachdem die beiden Bergsteiger Simone Moro und Tamara Lunger trotz starken Schneefalls in ihrem Zelt am Manaslu auf besseres Wetter hofften, mussten sie sich am Mittwoch der Naturgewalt beugen.

Das Basislager am Manaslu - Foto: Tamara Lunger
Das Basislager am Manaslu - Foto: Tamara Lunger

Wie Stefan Nestler auf DW.de berichtet, wurden die beiden Sportler mit einem Hubschrauber nach Samagaon am Fuße des Achttausenders geflogen.

Tamara Lunger hatte am Dienstag die gefährliche Situation geschildert, in der sich die Bergsteiger befanden. Bei mehr als fünf Metern Schnee am Basiscamp auf 4700 Metern hatte das Team Schwierigkeiten, die Zelte freizuschaufeln.

Stefan Nestler zitiert den in Bozen lebenden Bergsteiger Moro: "Ich war bereits 13 Mal auf Winterexpedition. Aber ich kann mich nicht erinnern, jemals so etwas wie hier gesehen zu haben."

"Der Pilot ist hier, um uns den Hintern zu retten"

In einem Video zeigt Simone Moro den Piloten, der die Crew vom Basiscamp ausfliegt: "Der Pilot ist trotz schlechter Sicht gekommen, um unsere Hintern zu retten."

Die Expedition sei damit noch nicht aufgegeben. Die Genehmigung, den Manaslu zu besteigen, gilt für insgesamt 75 Tage.

"Wir müssen jetzt auf bessere Bedingungen warten", erklärt Moro in seinem Video.

Dann wendet er sich an den Sherpa: "Schlechtes Wetter, was?"

liz

stol