Samstag, 29. August 2015

Flüchtlingsdebatte: Böhmermann und die deutsche Sprache

Nach Till Schweiger und den Moderatoren der bekannten TV-Sendung Circus Halligalli, Joko Winterscheidt und Klaas Heufer Umlauf, ergreift nun auch Jan Böhmermann in seiner ZDF-Sendung NeoMagazin Royal das Wort in der Flüchtlingsdebatte - auf seine ganz eigene Art und Weise.

Der deutsche Moderator Jan Böhmermann - Foto: dpa
Der deutsche Moderator Jan Böhmermann - Foto: dpa

Böhmermann analysiert den Umgang der deutschen Sprache mit der Thematik. Seine Kritik ist dabei sehr viel subtiler als jene seiner prominenten Vorgänger - immerhin sprach er sie auch während seiner Satiresendung aus - und richtet sich in spezieller Weise an die Medien und deren oft gefährlichen und verharmlosenden Umgang mit der Sprache.

So stößt er sich etwa an dem Wort "Asylkritiker". Seine Meinung, frei übersetzt: "Zu weich, zu ungenau um damit pöbelnde Nazis zu bezeichnen die in Heidenau ein Flüchtlingsheim mit Böllern und Flaschen bewerfen." Gleichwohl, findet Böhmermann, könnte man einen IS-Terroristen als "Ungläubigenkritiker" bezeichnen. 

Aber sehen Sie selbst und machen sich ein Bild von der gewaltigen Macht der deutschen Sprache und davon, wie ihr Gebrauch nach hinten losgehen kann.

stol

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