Freitag, 27. April 2018

Forscher nehmen Krebszellen-Bewegungen auf

Zellen, die sich tief im Inneren des Körpers bewegen: Das ist Forschern am Howard Hughes Medical Institute gelungen. Bei dem Video, das daraus entstanden ist, wurden 2 komplizierte Mikroskop-Techniken kombiniert.

Die Forscher haben komplizierte Mikroskop-Techniken kombiniert. - Foto: Screenshot/Youtube
Die Forscher haben komplizierte Mikroskop-Techniken kombiniert. - Foto: Screenshot/Youtube

Bei den Aufnahmen kam die Technik der adaptiven Optik zum Einsatz, die Abbildungsfehler korrigiert. Sie wird vor allem von Astronomen zur Beseitigung von Bildstörungen genutzt, die von Turbulenzen in der Atmosphäre verursacht werden.

Das zweite zum Einsatz gebrachte Verfahren ist die „Lattice Light Sheet Microscopy“. Dazu werden die Proben mit fluoreszierenden Stoffen markiert. Das ermöglicht eine Bildgebung in schneller Folge. Im Grunde entstehen bei diesem Verfahren zahlreiche zweidimensionale hochaufgelöste Bilder, die sich, weil sie mit der Kombitechnik sehr schnell hintereinander aufgenommen werden, zu Filmen zusammensetzen lassen.

Verzerrte Bilder werden „gegengezerrt“

Die Forscher beleuchteten anschließend das Bildmaterial mit einem Laserstrahl. Die so aufgenommen Bilder sind verzerrt. Anhand der Art der Verzerrung können die Forscher die Art der Abweichung vom realen Bild erkennen. Sie korrigieren sie mit einer Verzerrung, die genau entgegengerichtet ist, und einem flexiblen Spiegel.

Im Video schlängelt sich eine orangefarbene Immunzelle durch das Innenohr des Zebrafisches. Auf ihrem Weg nimmt sie blau scheinende Zuckerpartikel auf. In einem anderen Video ist eine Krebszelle zu sehen, die versucht, bei ihrem Weg durch ein Blutgefäß Halt an der Innenwand zu finden.

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stol

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