Samstag, 13. Juni 2015

Frei.Wild als "Südtirols konservative Antifaschisten"

Kaum eine aktive Band polarisiert im deutschsprachigen Raum derzeit so wie Frei.Wild. Nun hat der Berliner Autor Klaus Farin, der sich seit jeher mit Jugend- und Subkulturen auseinandersetzt ein Buch über die Brixner Deutschrocker geschrieben. Im Rahmen des "Alpen Flair" Festivals stellen sich Autor und Band am Donnerstag einer Podiumsdiskussion.

Frei.Wild
Frei.Wild

Ausgerechnet der linksorientierte politische Autor Klaus Farin veröffentlichte eine ausführliche Band-Biografie und Fan-Studie des Phänomens Frei.Wild. In einem Interview mit dem Onlineportal der Tageszeitung "Die Welt" spricht der Autor ausführlich über seine Gedanken zur Frei.Wild, die Böhsen Onkelz und Deutschrock allgemein.

Dabei kritisiert Farin unter anderem den Undercover-Journalisten Thomas Kuban aufs Schärfste. Dieser hatte in seinem Werk "Blut muss fließen - Undercover unter Nazis" Frei.Wild als Rechtsrock-Band beschuldigt und zur breiten, teilweise hitzig geführten Debatte über die Brixner Deutschrocker beigetragen. 

Klaus Farin, der alles andere als konservativ ist, würde die Band "politisch irgendwo zwischen CDU und CSU ansiedeln". 

Frei.Wild jahrelang begleitet 

Für sein Buch Frei.Wild "Südtirols konservative Antifaschisten" hat Farin nicht nur die vier Musiker zwei Jahre lang immer wieder getroffen, sie auf Tour begleitet und zu Hause in Südtirol besucht, sondern auch mehr als 4000 Fans der Band befragt, mit Historikern und Musikwissenschaftlern, 59 weiteren Deutschrock-Bands und vielen anderen Künstlern und Frei.Wild-Kritikern gesprochen 

Am Donnerstag ab 11 Uhr stellen sich Autor und Band einer Podiumsdiskussion im Forum Brixen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des „Alpen Flair 2015“-Festivals, das von Donnerstag bis Sonntag am Ex-Nato-Areal in Natz über die Bühne geht, statt. 

am 

stol