Donnerstag, 17. Oktober 2019

Für den guten Zweck: Til Schweiger „frisch verliebt“

Der Schauspieler Til Schweiger (55) und 10 weitere Prominente unterstützen die neue Kampagne „Entwicklung wirkt!“. Sie richtet sich an junge Leute und soll zeigen, was deutsche Hilfsorganisationen weltweit leisten. „Wir leben auf der Sonnenseite“, sagte Schweiger am Donnerstag in Berlin.

Neben Schweiger unterstützen auch noch zahlreiche weitere Prominente die Kampagne.
Neben Schweiger unterstützen auch noch zahlreiche weitere Prominente die Kampagne. - Foto: © APA / GEORG HOCHMUTH

Er stimmte damit den Worten von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zu. Schweiger meinte, in Deutschland gebe es viele Leute, die jammerten. „Wir leben im Speckgürtel, wie eine Made“, sagte Schweiger mit Blick auf arme Länder.

Er rief dazu auf, sich zu engagieren. Jeder, der helfe, werde dadurch erfahren, dass sein Leben lebenswerter und glücklicher werde. Er rät zum Selbstversuch: „Geht mal nicht an dem Obdachlosen vorbei, sondern gebt ihm mal 5 Euro.“ Dann werde man sehen, wie der sich freue und es werde einem selbst dann besser gehen.

Viele Prominente unterstützen die Kampagne

In dem Kampagne-Spot macht Schweiger mit dem Satz „Ich bin frisch verliebt in...“ auf die Arbeit der German Doctors in Kenia aufmerksam. Das sind deutsche Ärzte, die in ihrem Urlaub ehrenamtlich helfen. Beteiligt sind auch die Hilfsorganisationen Brot für die Welt, die Christoffel-Blindenmission, die Kindernothilfe und Misereor.

Neben Schweiger machen etwa die Schauspieler Jan Josef Liefers und Anna Maria Mühe, Sänger Peter Maffay und die YouTube-Stars Julia Beautx und Erik „Gronkh“ Range mit. Die Prominenten hätten kein Honorar dafür erhalten, hieß es. Zum Hintergrund der Kampagne hieß es, die Mehrheit der Deutschen finde Entwicklungszusammenarbeit wichtig, zweifele aber am Erfolg vieler Projekte.

Dazu betonte Minister Müller die Fortschritte: 1990 hätten 36 Prozent der Weltbevölkerung in Armut gelebt, heute seien es 10 Prozent. „Entwicklung wirkt und ist wichtig.“ Bei der Verteilung der Gelder gilt laut Müller das Prinzip: „Kein Euro in korrupte Kanäle“.

dpa