Donnerstag, 27. Juni 2019

„Game of Thrones" inspiriert Eltern bei Babynamen

Die Fantasy-Serie dient in den vergangenen Jahren immer häufiger als Anregung für Vornamen.

Die Fantasy-Serie beeinflusst die Vergabe von Babynamen.
Die Fantasy-Serie beeinflusst die Vergabe von Babynamen. - Foto: © shutterstock

In Deutschland wurde etwa der Name "Arya" - nach einem der Hauptcharaktere der Serie - in den vergangenen 3 Jahren 250 Mal vergeben. 

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) listet in einer Aufstellung „besonderer Namen“ knapp zwei Dutzend weitere Charaktere der Serie auf, darunter Daenerys und Tyrion. Auch die griechische und römische Mythologie wurde bemüht. Wie aus den Urkunden der Standesämtern hervorgeht nannten Eltern ihre Kinder etwa Adonis, Poseidon oder Apollo. Zu den weiteren ungewöhnlichen Namen zählen Wendelbert, Kurdistan oder Jamy-Oliver.

„Welche Motive der Namensvergabe jeweils zugrunde lag, ist uns nicht bekannt“, erläuterte die GfdS. Die juristische Entscheidung zur Eintragung sei letztlich allein von den Standesämtern zu treffen. Die GfdS bietet jedoch Gutachten über Vornamen an. So lehnten die Sprachexperten unter anderem Popcorn, Urmel oder Lucifer ab.

Der Dresdner Psychologe Ulrich Winterfeld warnt Eltern davor, ihren Neugeborenen allzu ungewöhnliche Namen zu geben. „Kinder mit exotischen Namen haben es deutlich schwerer“, sagt der Experte. Oft gehe es den Eltern dabei nicht ums Kind – sondern um die eigene Beziehung. 

dpa

stol