Samstag, 11. Dezember 2021

Gibt es den Weihnachtsmann? Bischof entfacht Debatte

Ein Bischof in Sizilien hat eine Debatte über den Weihnachtsmann entfacht. „Den Weihnachtsmann gibt es nicht, und Coca Cola – aber nicht nur – nutzt sein Image, um sich als Träger guter Werte darzustellen“, hatte der Bischof von Noto, Antonio Staglianò, am Nikolaustag vor Kindern in der sizilianischen Stadt gesagt. Italienische Medien und Eltern diskutierten fortan darüber, ob der Geistliche den Kindern damit die Freude an Weihnachten und Geschenken genommen habe.

Man müsse unterscheiden, was real sei und was nicht, sagte Bischof Antonio Staglianò.
Man müsse unterscheiden, was real sei und was nicht, sagte Bischof Antonio Staglianò. - Foto: © dpa-tmn / Frank Rumpenhorst
Staglianò präzisierte nun: „Ich habe ihnen nicht gesagt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Aber wir haben darüber gesprochen, dass man unterscheiden muss, was real ist und was nicht“, sagte er der Zeitung „Repubblica“. Er habe das Beispiel von Nikolaus von Myra genannt, einem Heiligen, der den Armen Gaben brachte, nicht Geschenke.

„In der angelsächsischen Tradition wurde er zum Weihnachtsmann, aber sicher nicht zu dem von Coca Cola geschaffenen Weihnachtsmann.“ Die Frage sei: Warum bringt der Weihnachtsmann nur den Reichen Geschenke und nicht den Kindern, die nichts haben?

Eine Konsumkultur sei etwas anderes ist als eine Kultur des Gebens, die den Kern der wahren Weihnachtsbotschaft ausmache. „Der wahre Sinn von Weihnachten liegt in dieser Grotte, in der Kälte und im Frost, wo das Jesuskind in einer Wiege im Stroh geboren wird, die sicher nicht Amazon geliefert hat.“

dpa