Am 4. Jänner 1812 hatte König Max I. den Brauern erlaubt, über ihren Bierkellern Bier auszuschenken. „Das war die Geburtsstunde einer großen Kultur, eines Lebensgefühls.“ Bier in München sei „Teil der Tradition, des Brauchtums und der Lebensfreude“, sagte Weishäupl und fügte hinzu: „Happy Birthday, Biergarten.“„Die Brotzeit bringt einen ins Gespräch mit anderen Menschen – auch mit Migrationshintergrund. Ob aus New York oder Wanne-Eickel“, sagte der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand und sprach von einem „sympathischen Jubiläum“.Dieses Jubiläum wollen Weishäupl und Hillenbrand zum Anlass für eine große internationale Werbekampagne nehmen. Die „New York Times“ habe bereits angefragt und auch die „Times“ aus London, sagte Weishäupl. Mit dem Biergarten wollen sich München und Oberbayern auch im März auf der Internationalen Tourismusmesse ITB präsentieren.Im königlichen Reskript von 1812 hieß es „Es ist den Bierbrauern gestattet, auf ihren eigenen Märzenkellern in den Monaten Juni, Juli, August und September selbst gebrautes Märzenbier in Minuto zu verschleißen, und ihre Gäste dortselbst mit Bier und Brod zu bedienen. Das Abreichen von Speisen und anderen Getränken bleibt ihnen aber ausdrücklich verboten.“Damit wurde die bayerische Biergartentradition geboren, die es Besuchern auch heute noch erlaubt, ihre eigene Brotzeit mit in die – wie Hillenbrand sie nennt – „bayerischen Paradiese“ unter Kastanien mitzubringen. Um das Bier den Sommer über genießbar zu halten, mussten die Brauer in früheren Zeiten viel auf sich nehmen, betonte Weishäupl. Am Anfang jeder Biergartensaison stand das Eisschneiden, mit dem die Tourismus-Chefin am Mittwoch auch die Jubiläumssaison einläutete.dpa