Dienstag, 12. Mai 2015

Heimatgefühle bei Thomas Gottschalk

Bei einem Auftritt in seiner Heimatstadt Kulmbach hat Moderator Thomas Gottschalk (64) Unterstützung aus seiner Familie bekommen.

Foto: © APA/EPA

Seine zehn Jahre jüngere Schwester Raphaela Ackermann las am Montag eine Passage aus seiner Biografie „Herbstblond“ vor.

Die Hauptrolle des Abends spielte aber natürlich Gottschalk selbst: Mit Anekdoten aus dem Caritas-Kindergarten und der Schulzeit und mit launigen Schilderungen über erste Teenager-Schwärmereien vermittelte er Heimatgefühle. Immer wieder verfiel er in den fränkischen Dialekt der Kulmbacher – und erntete Szenenapplaus des Publikums in der ausverkauften Stadthalle.

„Hier gefällt's mir. Wir können das ja einmal die Woche machen“, sagte Gottschalk, der sich sichtlich wohl auf der Bühne fühlte. Beim gemütlichen Geplauder verriet er unter anderem, dass er bei Besuchen in Kulmbach regelmäßig Bratwürste verspeist. Der ehemalige „Wetten, dass...“-Moderator lebte bis Anfang der 1970er-Jahre in der oberfränkischen Stadt.

Von drei Kulmbacher Schülerzeitungs-Redakteuren, die ihn auf der Bühne live interviewen durften, ließ sich der einstige Showmaster entlocken, dass er seine Skepsis gegenüber dem Internet und sozialen Netzwerken langsam verliert. „Ich habe das Internet als Bedrohung empfunden“, räumte er ein. Inzwischen begreife er das Netz aber als Chance. Und möglicherweise werde er sich auch bald selbst im Kurznachrichtendienst Twitter zu Wort melden.

dpa

stol