<h3> Sommermonate bleiben Hochsaison für Hochzeiten</h3>Der beliebteste Monat zum Heiraten war 2024 der Juni mit 363 Trauungen, dicht gefolgt von Mai (338) und September (311). Die Monate November bis Februar sind hingegen traditionell weniger gefragt.<h3> Standesamtliche Trauungen auf dem Vormarsch</h3>Die überwiegende Mehrheit der Paare entscheidet sich für eine standesamtliche Hochzeit: 75,8 Prozent aller Eheschließungen fanden 2024 vor dem Standesamt statt, nur 24,2 Prozent in der Kirche. <BR />Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend in den Städten: In Bozen heiraten fast 90 Prozent standesamtlich, in Meran sind es 85,5 Prozent. Landesweit liegt Südtirol damit deutlich über dem italienischen Schnitt, wo 58,9 Prozent aller Ehen standesamtlich geschlossen werden.<BR /><BR />Die Gemeinden der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern weisen mit 38,8 Prozent den höchsten Anteil kirchlicher Eheschließungen auf, doch auch hier überwiegt die standesamtliche Form deutlich.<h3> Zweitehen und spätere Hochzeiten</h3>Jede fünfte Eheschließung ist inzwischen eine Zweitehe. In 447 Fällen heiratete mindestens ein Partner nicht zum ersten Mal. Meist geht einer Zweitehe eine Scheidung voraus: In etwa einem Drittel der Fälle ist der Mann geschieden und die Frau ledig, in knapp 30 Prozent ist es umgekehrt, und bei rund einem Drittel sind beide Partner geschieden.<BR /><BR />Wie in vielen anderen Regionen wird auch in Südtirol immer später geheiratet. Viele Paare warten inzwischen bis in die Mitte oder späten 30er-Jahre, bevor sie den Bund fürs Leben schließen.<h3> Südtirol und der Hochzeitstourismus</h3>13,6 Prozent aller Paare kamen eigens aus dem Ausland, um in Südtirol zu heiraten. Besonders beliebt sind die Gemeinden im Burggrafenamt und im Eisacktal.<h3> Lebenspartnerschaften stabil</h3>Neben den Eheschließungen wurden 2024 auch 22 Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare eingetragen, etwas weniger als im Vorjahr. Darunter waren 14 weibliche und acht männliche Paare. <BR /><BR />In den letzten Jahren bleibt die Zahl der eingetragenen Lebenspartnerschaften insgesamt jedoch stabil: Im Schnitt entscheiden sich jährlich zwischen 20 und 30 Paare zu diesem Schritt.<h3> Fast die Hälfte der Bevölkerung verheiratet</h3>Zum Jahresende 2024 sind 47,6 Prozent der volljährigen Südtiroler verheiratet oder leben in einer eingetragenen Partnerschaft. 41,1 Prozent sind ledig, 6,6 Prozent verwitwet und 4,6 Prozent geschieden.