Mittwoch, 21. September 2016

Herbstbeginn: Wenn Tag und Nacht gleich lang sind

Spaziergänge durch farbenfrohe Wälder, ein Gläschen Sturm in der wärmenden Sonne – so stellt sich so mancher einen perfekten Herbst vor. Und dieser startet am morgigen Donnerstag, exakt um 16.21 Uhr.

Am 30. Oktober beginnt die Winterzeit: Die Uhren werden von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt.
Am 30. Oktober beginnt die Winterzeit: Die Uhren werden von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt. - Foto: © shutterstock

Die dritte Jahreszeit startet jedes Jahr mit der Tag- und Nachtgleiche, auch Äquinoktium genannt. Bei diesem Schauspiel steht unser Zentralgestirn genau über dem Äquator. Auf den beiden Erdpolen beginnen damit Polarnacht und Polartag. Am Südpol ist die Sonne bis zum Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel durchgehend zu sehen, während der Nordpol nun im Dunkeln liegt.

In unseren Breitengraden sind Tag und Nacht am Äquinoktium gleich lang, dann knabbert die Nacht auf der nördlichen Halbkugel täglich ein Stückchen Tageslicht weg. Diese Periode dauert bis zum Anfang des Winters, der Wintersonnwende am 21. Dezember, wenn sich die Sonne in Richtung nördlicher Hemisphäre in Bewegung setzt und damit die Tage wieder länger werden lässt.

Herbst als Zeit der Fülle und der Feste

Hergeleitet vom griechischen „karpos“, was übersetzt so viel bedeutet wie „die Zeit, in der die Früchte reif sind“, konnte sich die Bezeichnung Herbst in unseren Breitengraden erst recht spät durchsetzen. Ursprünglich kannte man zumeist nur eine Zweiteilung des Jahres in eine fruchtbare und eine unfruchtbare Zeit, in Sommer und Winter.

Schließlich konnte der Herbst als dritte Jahreszeit einen festen Platz im Lauf des bäuerlichen Wirtschaftsjahres einnehmen und seinen Einzug ins Brauchtum halten, wobei er sich als Zeit der Fülle und der Feste präsentierte.

apa

stol