Mittwoch, 08. November 2017

Heute ist Internationaler Tag der Putzfrauen

Im Rahmen des Internationalen Tages der Putzfrau wird der meist unbeliebte Job am heutigen Mittwoch gebührend gefeiert und ins Rampenlicht gestellt.

Am heutigen Mittwoch ist internationaler Tag der Putzfrauen.
Am heutigen Mittwoch ist internationaler Tag der Putzfrauen. - Foto: © shutterstock

Der Welttag der Putzfrau wurde 2004 ins Leben gerufen. Der Tag hat ebenso viele unterschiedliche Bezeichnungen, wie der Beruf selbst. Es geht vom klassischen Internationalen Tag der Putzfrau oder Tag der Reinigungskraft bis hin zum Weltputzfrauentag beziehungsweise Gedenktag der Putzfrau oder auch International Cleaning Lady’s Day. Die Idee dafür hatte die Bibliothekarin sowie Kinderbuch- und Kriminalromanautorin Gesine Schulz. 

48 Prozent der Deutschen können sich vorstellen eine Reinigungskraft zu beschäftigen. Das hat die Forsa-Studie zum Putzmarkt im Jahr 2016 ergeben. Effektiv eine Reinigungskraft eingestellt haben aber nur etwa 4 von 30 Millionen Haushalten in Deutschland.

Die Gründe dafür sind vielfältig: 41 Prozent der Befragten erklärten, dass sie selbst gern putzen. Weitere 39 Prozent gaben zu, dass eine Reinigungskraft zu teuer sei. Hingegen erklärten 36 Prozent der Befragten, dass sie keine fremde Person in ihr Zuhause lassen möchten. 

Wie sieht es mit Ihnen aus?

Wie viele Frauen und Männer tatsächlich diesem Beruf nachgehen, bleibt eine Dunkelziffer. Vor allem im privaten Bereich, wo nicht immer jede Putzfrau erfasst wird.
Das Bozner Dienstleistungsunternehmen Markas zählt in Südtirol 449 Reinigungskräfte. Italienweit hat das Unternehmen über 4700 Angestellte.

„Dabei haben 81 Prozent der Mitarbeiter eine italienische Staatsbürgerschaft“, erklärt Evelyn Kirchmaier, Generaldirektorin von Markas. „Wenn man sich die Realität Südtirol ansieht, dann verschiebt sich das Verhältnis. Hierzulande ist der Anteil der Mitarbeiter italienischer Herkunft im Vergleich zu den Mitarbeitern ausländischer Herkunft in etwa gleich groß.“ Als Arbeitgeber sei Markas in Südtirol daher etwas mehr gefordert, Maßnahmen umzusetzen, um sprachliche Barrieren auszugleichen.

75 Prozent der Putzkräfte sind Frauen

Das Klischee, das Putzen Frauensache ist, bestätigen die Zahlen von Markas: 75 Prozent der Reinigungskräfte sind Frauen, während Männer in diesem Gewerbe mit 25 Prozent vertreten sind. 

Das Gehalt wird den Angestellten von Markas entsprechend Kollektivvertrag ausbezahlt. Konkret heißt das, dass eine Reinigungskraft 14 Gehälter zu je knapp 1200 Euro brutto im Monat bezieht. Dazu kommen bei dem Dienstleistungsunternehmen in der Regel noch Prämien und zusätzliche Benefits.

stol/D/sk

stol