Die Heilige Walburga, eine englische Äbtissin, wurde am 1. Mai heiliggesprochen – ihr hat die Walpurgisnacht ihren Namen zu verdanken. Seit dem Mittelalter wird ihr daher an diesem Tag gedacht, die 9 Tage vor diesem Datum werden zusätzlich als Walpurgistage bezeichnet. Doch diese besondere Nacht hatte seit dem Mittelalter nicht viel mit Heiligem zu tun: Die Menschen fürchteten sich vor Hexen und versuchten, sich vor diesen zu schützen.Hexen feiern am BlocksbergTraditionell hielten Hexen in dieser Nacht ein großes Fest am Blocksberg ab. Der Blocksberg ist ein anderer Name für den Brocken, der höchste Berg im Harz (Deutschland). Er wird häufig in Verbindung mit Hexen und Hexenverfolgung gebracht. Mit dem Läuten von Glocken und Feuer versuchten die Menschen im Mittelalter, die Hexen fernzuhalten.Hexenfeuer vertreibt böse Geister Um den sagenumwobenen Start in den Wonnemonat Mai sind noch einige bäuerliche Bräuche erhalten geblieben: Das Hexenfeuer wird zum Beispiel in Deutschland noch häufig praktiziert, dabei wird am 30. April ein Feuer entfacht, mit dem die bösen Geister vertrieben werden sollen.Der Maibaum In Südtirol, Österreich, Bayern und Baden-Württemberg wird zusätzlich in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai ein Maibaum (eine Fichte oder Tanne) geschmückt und der Liebsten vor das Haus gestellt. In der Dorfmitte wird dann am 1. Mai um einen großen Maibaum getanzt.stol/ape