<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Nicht nur bei Hunden gibt es Qualzuchten, auch bei Katzen sieht man sie immer häufiger: Rassen mit platt gedrückten Nasen, kurzen Beinen oder deformierten Ohren. <BR /><BR />Selbst wenn diese Rassekatzen für manche schön aussehen mögen, führen die stark herausgezüchteten Merkmale häufig zu Atemnot, Gelenkproblemen oder anderen Krankheiten. Perserkatzen beispielsweise neigen durch ihren flachen Kopf zu Atemwegserkrankungen. Die nackten Sphynx-Katzen sind wie alle haarlosen Rassen anfälliger für Hautinfektionen. Und Maine Coon haben ein erhöhtes Risiko für HCM – eine genetische Krankheit, die zu Herzversagen führen kann, um nur einige Rassen zu nennen. <BR /><BR />Um Tierleid nicht zu fördern, appellieren Tierschutzorganisationen wie PETA, keine Rassekatzen zu kaufen. Generell befürworten sie die Adoption und nicht den Kauf von Tieren, denn jährlich werden zahlreiche Katzen (auch Katzenbabys) abgegeben, die ein neues Zuhause suchen. <BR /><BR />Laut dem Assalco-Heimtierreport 2025 leben aktuell schätzungsweise 11,8 Millionen Katzen in den privaten Haushalten Italiens. Um ungewollten Katzennachwuchs zu vermeiden, sollte man seine Katze frühzeitig kastrieren oder sterilisieren lassen. Einige Tierschutzvereine bieten hierzulande einen kostenlosen Kastrationsdienst an.<BR /><BR />Wer eine Katze besitzt, weiß, wie eigensinnig diese Tiere manchmal sein können. Aber genau das ist auch das Faszinierende an ihnen. Sie sind unabhängig und manchmal auch starrköpfig – aber vertrauen sie ihren Menschen, können sie eine ebenso starke Bindung aufbauen wie Hunde. Eine Verhaltensbiologin hat herausgefunden, dass Katzen ihre jeweilige Bezugsperson sogar an der Stimme erkennen können.<h3> Streicheleinheiten</h3>Den heutigen Weltkatzentag können Katzenfreunde für bewusste Streichelsessions nutzen – wenn Mieze die Nähe zum Menschen sucht und signalisiert, dass sie gestreichelt werden möchte. Die meisten Katzen lieben Körperkontakt.<BR /><BR />Bei den Streicheleinheiten sollte man sanft vorgehen und die Katze nicht tätscheln oder gegen den Strich streicheln – also nicht vom Schwanz in Richtung Kopf, sondern immer umgekehrt. <BR /><BR />Gar nicht gerne gestreichelt werden die meisten Katzen an den Beinen, Pfoten und vor allem am Bauch.<h3> Spielen und erziehen</h3>Viele Katzen lieben actionreiche Spiele, die ihren natürlichen Jagd- und Beutetrieb nachahmen. Beliebt sind besonders Spielzeug wie Katzenangeln mit Plüsch oder Federn, Sisalbälle und Stoffmäuse. Um Konzentration und Intelligenz zu fördern, gibt es im Zoofachhandel spezielle Intelligenzspielzeuge für Katzen (für alle, die ihren Samtpfoten eine Freude machen möchten). Katzenspielzeug kann man aber auch selbst basteln – Anleitungen dazu gibt's im Internet zuhauf.<BR /><BR />Wer eine Katze hat, die beim Spielen gerne aufdreht und zubeißt, sollte dieses Verhalten unterbinden. Am einfachsten geschieht dies, indem die Katze für sanftes Spielen belohnt wird. Das heißt, spielt die Katze mit den Pfoten, aber nicht mit den Krallen oder Zähnen, wird weitergespielt – das ist ihre Belohnung. Wird sie zu wild, wird das Spiel kommentarlos unterbrochen. <BR /><BR />Ich wünsche allen Katzenbesitzern einen frohen Weltkatzentag. Mein Leopold bekommt heute eine Extra-Streicheleinheit.