Schon der erste Blick beim Ankommen auf der Alm ist beeindruckend: Friedlich grasende Rinder, ein paar Haflinger und Esel vor der Almhütte – und dazu der weite Blick über die umliegenden Berge. Bereits den sechsten Sommer verbringt die Familie auf dieser Alm: Ältestes Familienmitglied ist Uroma Karolina mit 97 Jahren. Mit dabei sind ihre Tochter Rosa und Schwiegersohn Sepp, Enkelin Ingrid mit ihrem Mann Armin sowie deren drei Kinder: Alexander, Matthias und Magdalena – zwischen elf und 16 Jahre alt. <BR /><BR />„Wir haben eine klare Arbeitseinteilung, jeder hat eine fixe Aufgabe und hilft dann dort mit, was zusätzlich anfällt“, sagt Uroma Karolina. Opa Sepp und Enkel Matthias kümmern sich vor allem um das Vieh – insgesamt 110 Rinder, 350 Schafe, 20 Pferde, 70 Ziegen und fünf Esel. Jeden Tag bedeutet das, nach ihnen zu sehen. „Etwa zwei Kilometer kann ich mit dem E-Bike fahren, den Rest gehe ich zu Fuß – das sind im Schnitt fünf Stunden täglich“, erzählt Sepp. Die Weidebedingungen seien heuer von Beginn an gut gewesen: „Es war nass genug, und dann kam gleich die Wärme und so bleibt das Vieh gern“, sagt Sepp. <BR /><BR />Auch Enkel Matthias schaut jeden Tag nach dem Vieh; meistens geht er in die andere Richtung als Opa. Er kennt jedes Stück genau – selbst bei den Schafen hat er kein Problem, sie auseinanderzuhalten. „Wenn es gebraucht wird, helfe ich auch beim Abwasch in der Küche“, sagt er.<h3> Ausschank mit traditionellen Gerichten</h3>Neben der Almwirtschaft betreibt die Familie auch den Ausschank auf der Gentereralm mit traditionellen Gerichten. Dabei hilft jeder mit. „Wir haben eine wirklich glückliche und gute Konstellation in unserer Familie“, sagt Armin, der unter der Woche einer Arbeit nachgeht. Aber er hilft mit, wo und wann immer er kann. „Mein Schwiegervater Sepp und mein Sohn Matthias sind passionierte Hirten, meine Schwiegermutter Rosa und meine Frau Ingrid bringen bereits viel Erfahrung in der Küche mit. Alexander, Magdalena und ich kümmern uns um die Gäste“, erklärt er. Natürlich sind das nur einige der Aufgaben; viele kleinere und größere Arbeiten laufen nebenbei.<BR /><BR />Neben der Arbeit achten Ingrid und Armin aber auch darauf, dass die Freizeit der Kinder nicht zu kurz kommt. „Sie sollen auch zwischendurch Zeit haben, ins Tal zum Schwimmen zu gehen oder ihre Freunde zu treffen“, sind sie sich einig. <BR /><BR />Uroma Karolina ist für ihr Alter noch sehr rüstig und hilft überall mit, wo sie gebraucht wird. Hauptsächlich verarbeitet sie die Milch zu Butter und Käse. Sie schätzt das Miteinander in der Großfamilie sehr. „Wir haben es fein hier und kommen alle gut aus“, sagt sie.<BR /><BR />Auch Magdalena, das jüngste Familienmitglied, ist gern auf der Alm. Ihr gehört ein Schaf mit dem Namen Pudding und ein halbes Kalb. „Die andere Hälfte gehört meinen Eltern – wenn wir es verkaufen, bekomme ich das halbe Geld“, lacht sie. Zum Geburtstag hat sie vier Junghennen geschenkt bekommen, um die sie sich eifrig kümmert.<h3>Ein Watter vor dem Schlafengehen </h3>Bei aller Arbeit kommt auch das Miteinander nicht zu kurz. Ein gemeinsames Abendritual hat sich längst zur Tradition entwickelt: „Bevor nicht gewattet wird, geht niemand schlafen“, sagt Ingrid. Dieses gemeinsame Ritual ist allen wichtig – ein schöner Ausklang nach einem langen Arbeitstag auf der Alm. Zeitig geht es dann ins Bett, denn am nächsten Tag heißt es wieder bereit zu sein für alles, was das Almleben mit sich bringt.