Samstag, 09. Mai 2020

Im ganzen Land wird gewattet

Onlinewatten: Südtiroler treffen sich auch in Corona-Zeiten zum Watten. .

Hebn oder gian? Volkssport Watten.
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Hebn oder gian? Volkssport Watten.
Bereits zur Zeit der Napoleonischen Kriege, gegen Ende des 18. Jahrhunderts, sollen sich Bayern und Franzosen in Südtirol beim Watten die Zeit vertrieben haben. Das Südtiroler Kartenspiel ist nach wie vor beliebt und willkommener Zeitvertreib bei Jung und Alt.

Auch im Web erfreut sich das Kartenspiel großer Beliebtheit. Das Portal watten.org war bereits vor dem Lockdown tagtäglich Treffpunkt hunderter Wattfreunde in Südtirol.

Seit die Südtiroler unter Corona-Quarantäne stehen, erlebt die Seite aber einen wahren Ansturm und die Betreiber freuen sich über unerwartete Rekordzahlen. Aber wer kam eigentlich auf die Idee Watten online zu spielen? Dass viele Südtiroler Wattfreunde das Spiel online überhaupt spielen können und somit auch während des Lookdowns weiter ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen konnten verdanken sie Stefan Peer. 2007 erstellt der Traminer das Portal als Maturaprojekt an der Gewerbeoberschule „Max Valier“. Anfanges hauptsächlich von Freunden und Familienmitgliedern des Traminers genutzt kamen nach und nach immer mehr Benutzer auf die Seite um online zu watten. Da das Interesse am Online-Watten weiter angestieg entschied sich Peer gemeinsam mit einem ehemaligen Mitschüler Lukas Weiss die Seite zu überarbeiten. Viele Anregungen kamen und kommen dabei immer noch aus dem Gästebuch auf der Seite.

Seit vielen Jahren ist das Tagblatt Dolomiten durch die Rubrik „Das beliebteste Blatt in Südtirol“ mit den Südtiroler Watterinnen und Wattern verbunden. Tausende von Bildern haben uns all die Jahre von wattenden Südtirolerinnen und Südtirolern erreicht und wurden veröffentlicht. Diese Tradition behalten wir gerne bei. Schickt uns auch jetzt Bilder vom Watten bzw. vom online-Watten, die wir gerne abbilden. Einsendungen an [email protected].

stol

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