Auch laut dem Gourmetmagazin „Falstaff“ ist Senfter ein hochtalentierter Shooting Star, der mit „erstaunlicher Perfektion und Kreativität“ kocht. Das ist ebenfalls den Titel Newcomer des Jahres wert. Jetzt ist er zurück in Osttirol und führt mit seiner Frau Anita ein eigenes Lokal. von Catharina Oblasser (tt.com)<h3> Neue Chance ergab sich zufällig</h3>Heute ist David Senfter 30 Jahre alt, verheiratet mit Anita (28) und Vater einer dreijährigen Tochter. Und: Er ist zurück nach Hause gekommen. Das Paar pachtete das Restaurant am Lienzer Haidenhof, einem Hotel. David steht in der Küche, Anita hat das Service über. Geöffnet ist der <a href="https://www.instagram.com/ansitz12/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">„Ansitz 12“</a> seit 2. September. Der Wechsel ergab sich fast zufällig. „Wir waren im Haidenhof auf ein Bier und haben erfahren, dass das Restaurant zu haben wäre“, erzählen Anita und David.<BR /><BR />Zurzeit betreiben die beiden das Lokal zu zweit. Höchstens 20 Gäste werden an einem Abend bewirtet, geöffnet ist von Dienstag bis Samstag. <h3> Und was steht auf der Speisekarte?</h3>Unter dem Titel „Davids kreative Welt“ findet sich zum Beispiel ein Trio aus Radicchio, Crème fraîche und Karfiol. Wer Fisch mag, wird bei Wels, Heukombucha-beurre-blanc, Apfel, Lauch fündig. Reh, Heidelbeere, Jus ist für Fleischliebhaber gedacht. Es gibt insgesamt fünf Gänge, einmal pro Woche wechselt die Speisekarte.<BR /><BR />Gute, regionale Produkte sind das Um und Auf im Ansitz 12. „Wir kochen viel Vegetarisches. Fisch und Fleisch – meist ist es Wild – beziehen wir von Lieferanten, die wir kennen. Die Menschen hinter dem Produkt müssen zu uns passen.“ So beschreiben David und Anita ihre Einstellung. Dazu gehören auch Eier und Milchprodukte. Deshalb wird es mit veganen Gerichten schwierig. „Auf Allergien nehmen wir natürlich Rücksicht, das klären wir schon bei der Reservierung ab.“<h3> Kräuter werden selbst gepflückt</h3>Wiener mit Pommes ist also nicht die Linie, die das junge Koch-Genie fährt. Obwohl: „Wienerschnitzel vom Reh, das ginge“, meint David. „Das schmeckt sogar besser als vom Schwein oder Kalb“, findet Anita. Für den Fischgang wählt David gerne den Wels. „Ein cooler Fisch, am besten schmeckt er gebraten in Nussbutter.“ Kräuter spielen eine wichtige Rolle. Bis zu 30 verschiedene Arten, alle selbst gepflückt, finden ihren Weg in die Gerichte von David Senfter.<BR /><BR />Kennengelernt haben sich Anita und David in St. Johann im Pongau. „Ich machte dort in der Kaserne meinten Präsenzdienst, und Anita ging in die HAK gleich daneben. Das war vor neun Jahren“, schildert er. Anita, die aus Radstadt kommt, absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau. Die beiden waren zusammen in Wien, Salzburg und am Gannerhof in Innervillgraten, wo David ebenfalls eine vierte Haube erkochte.