Freitag, 01. Dezember 2017

Innsbrucker Hungerburgbahn feiert Zehn-Jahres-Jubiläum

Die 2007 neu errichtete Innsbrucker Hungerburgbahn feiert ihr zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass will man unter anderem die Architektur von Zaha Hadid, die für die Planung verantwortlich zeichnete, mit Führungen fokussieren, und die Stationen in verschiedenen Farben beleuchten und neu inszenieren, sagte Thomas Schroll, Geschäftsführer der Innsbrucker Nordkettenbahnen, am Freitag in Innsbruck.

Die 2007 neu errichtete Innsbrucker Hungerburgbahn feiert ihr zehnjähriges Jubiläum.
Die 2007 neu errichtete Innsbrucker Hungerburgbahn feiert ihr zehnjähriges Jubiläum.

Zudem werden neben speziellen Architekturführungen die Kabinen mit Bildern und interessanten Informationen und Fakten rund um die Bahn beklebt, hieß es. So sollen sie zu „fahrenden Museen“ werden.

„Jeder einzelne Euro war damals richtig und zukunftsweisend investiert“, betonte die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck). Die Architektur der 2016 verstorbenen, aus dem Irak stammenden Hadid bezeichnete sie als „Glücksgriff“. Die Geschichte der Hungerburgbahn sei eine „Erfolgsgeschichte“.

Skepsis hat sich gelegt

Die Startschwierigkeiten der „Erfolgsgeschichte“ sprach hingegen Schroll, an: „Die alte Bahn wurde von vielen geliebt. Der Widerstand und die Skepsis haben sich aber nach zwei bis drei Jahren gelegt“, stellte er fest. „Es war richtig das Projekt so zu bauen, wie es heute ist“, betonte Schroll.

Heute sei die Bahn „integrativer Bestandteil im Alltag der Innsbrucker Bevölkerung“, so der Geschäftsführer. Schließlich seien deutlich über 40 Prozent der Bahnnutzer Einheimische. Mittlerweile befördere man 500.000 Gäste pro Jahr und habe in den vergangenen sieben Jahren eine Steigerung der Besucherzahlen um rund 60 Prozent erzielt. „Das liegt über unseren Erwartungen“, sagte Schroll.

Touristisches Highlight

Aus touristischer Sicht beleuchtete Karl Gostner, Obmann des Tourismusverbandes Innsbruck, die Hungerburgbahn: „Es gibt Gäste, die auch wegen der Architektur am Berg zu uns nach Innsbruck kommen.“ Außerdem befinde sich die Hungerburgbahn in den Top Ten der touristischen Highlights auf „Trip-Advisor“. „Die Bilder der Stationen und der Bahn gehen um die Welt“, meinte er.

Der Start des Projektes Hungerburgbahn war schwierig. Der Spatenstich im Dezember 2005 wurde von Demonstrationen begleitet. Die Bahn bekam auch die Bezeichnung „Grottenbahn“ umgehängt. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die Bahn am 1. Dezember 2007 eröffnet.

Die Gesamtkosten des Projektes beliefen sich auf 50,7 Millionen, die in Form eines Private-Public-Partnership-Modells auf die Beine gestellt wurden. 37,2 Millionen Euro davon trug die öffentliche Hand.

apa

stol