Dienstag, 29. September 2020

Irans Ahmadinejad will mit Angelina Jolie Rassismus bekämpfen

Der ehemalige iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad will zusammen mit der US-Schauspielerin Angelina Jolie den Rassismus und Diskriminierung in der Welt bekämpfen. „Ich befürworte ihren Standpunkt zum institutionellen Rassismus [...] Gemeinsam können wir die Situation bewältigen,“ schrieb der 63-Jährige am Dienstag in den sozialen Medien.

Der ehemalige iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad will zusammen mit der US-Schauspielerin Angelina Jolie den Rassismus  in der Welt bekämpfen.
Der ehemalige iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad will zusammen mit der US-Schauspielerin Angelina Jolie den Rassismus in der Welt bekämpfen. - Foto: © AFP / ISABEL INFANTES
Die Menschheit brauche Respekt, Zusammenarbeit, Ehrlichkeit und Güte, so Ahmadinejad, der während seiner achtjährigen Präsidentschaft (2005-2013) zu den Hardlinern und Islamisten des Landes zählte.

Für sein Statement erntete Ahmadinejad von den iranischen Usern Kritik, Hohn und Spott. Viele hielten die Wortmeldung für einen schlechten Witz. Während seiner Amtszeit hatte der frühere Präsident jahrelang den Westen und dessen Kultur verurteilt, den Holocaust geleugnet, Wahlen manipuliert und Dissidenten als Unkraut bezeichnet. „Der macht alles Mögliche, um wieder in die Schlagzeilen zu kommen,“ schrieb ein Iraner.

Zu Beginn seiner Amtszeit war Ahmadinejad ein Liebling des Klerus, der Hardliner und der Konservativen. Gegen Ende kamen aber immer mehr Zweifel an seiner Politik auf. Sein Atomkurs führte zu Sanktionen gegen das Land und damit zu einer Wirtschaftskrise.

Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocausts war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten sich immer mehr von ihm ab und selbst unter den Hardlinern war er am Ende umstritten.

Nach Bekanntwerden des Postings blieb offen, was Angelina Jolie von Ahmadinejads Ansichten und Plänen hält. Jolie ist unter anderem Sondergesandte des UN-Flüchtlingshochkommissars Filippo Grandi und war Sonderbotschafterin für das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge.

apa/dpa

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