Freitag, 16. März 2018

Italien gedenkt des ermordeten Politikers Aldo Moro

Italien hat am Freitag des vor 40 Jahren entführten und ermordeten Christdemokraten Aldo Moro gedacht. Staatspräsident Sergio Mattarella legte einen Blumenkranz in der Via Fani in Rom nieder, der Straße, auf der Moro am 16. März 1978 entführt und 5 seiner Leibwächter erschossen wurden. Mattarella enthüllte eine restaurierte Gedenktafel in Erinnerung an die Opfer des Massakers.

Italien hat am Freitag des vor 40 Jahren entführten und ermordeten Christdemokraten Aldo Moro gedacht.
Italien hat am Freitag des vor 40 Jahren entführten und ermordeten Christdemokraten Aldo Moro gedacht.

Mattarella weihte auch ein Monument zu Ehren der 5 Leibwächter ein, wie italienische Medien berichteten. Führende Spitzenpolitiker wie die beiden scheidenden Parlamentspräsidenten Laura Boldrini und Pietro Grasso sowie die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi verharrten schweigend vor der Gedenkstelle.

Moro war am 16. März 1978 von der Untergrundorganisation „Rote Brigaden“ entführt worden. Am 9. Mai wurde der frühere Regierungschef und christdemokratische Spitzenpolitiker mitten in Rom tot aufgefunden.

Obwohl die Familie Moros damals die christdemokratische Regierung von Giulio Andreotti zu Verhandlungen mit den Entführern aufforderte, schlug der Ministerpräsident Gespräche mit den „Roten Brigaden“ aus. Die Untergrundorganisation hatte für eine Freilassung Moros die politische Anerkennung gefordert.

Die Roten Brigaden werden für unzählige Anschläge in den 70er und 80er Jahren verantwortlich gemacht. In den „bleiernen Jahren“ wurden in Italien mehr als 400 Menschen bei Attentaten getötet.

apa

stol